Historiker: Islamisten könnten Pharaonengräber zerstören

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Eine Ansammlung von Touristen vor dem Eingang des Grabes mit der Nummer 62 von Pharao Tut-Ench-Amun im ägyptischen Tal der Könige (Archivbild).

Bern - US-Historiker Daniel Pipes hat eine Vetreibung von Juden, Christen und anderen Minderheiten aus islamischen Ländern angeprangert. Er befürchtet: Islamisten könnten die Pharaonengräber in Ägypten zerstören.

Daniel Pipes ist Direktor der US-Denkfabrik "Middle East Forum" und ein bekannter Kritiker radikalislamischer Tendenzen.

Bei einem Vortrag in Bern bei der christlichen Menschenrechtsorganisation für Religionsfreiheit und Menschenwürde "Christian Solidarity International" (CSI) wies Pipes auf eine um sich greifende Verunsicherung der muslimischen Gesellschaften des Nahen Ostens hin. Obwohl ihnen ihr Prophet versichert habe, sie seien die beste aller Religionsgemeinschaften, die jemals die Erde bevölkert hätten, seien viele ihrer Länder heute wirtschaftlich ruiniert. In Ägypten sind gemäß Pipes wegen des anhaltenden Rückgangs der Devisenreserven und der Tourismuszahlen sogar Hungersnöte zu befürchten.

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Jahrhundertelang hätten die Muslime Seite an Seite nicht nur mit Christen und Juden gelebt, sondern auch mit Baudenkmälern aus vorislamischer Zeit. Jetzt seien Kräfte auf dem Vormarsch, die sich die Vernichtung alles Nicht-Islamischen auf die Fahnen geschrieben hätten. Pipes verwies auf die beispiellose Vertreibung der historischen Gemeinschaften von Juden, Christen und anderen Minoritäten aus islamischen Ländern und eine damit einhergehende kulturelle Verarmung. Er nannte u.a. die Sprengung der Buddha-Statuen von Bamiyan in Afghanistan. Nicht ausschließen wollte er eine bevorstehende Zerstörung der Pharaonengräber und anderer Kulturschätze in Ägypten.

Für Christen im Nahen Osten ist internationale christliche Solidarität gemäß Pipes ein Gebot der Stunde. Auch Juden und Muslime hätten in ähnlichen Situationen Organisationen ins Leben gerufen, die Widerstand gegen ihre Vernichtung organisiert hätten. Es müsse aber mehr als bisher getan werden, um bedrohten Gemeinschaften in ihren Heimatländern bzw. Fluchtwilligen wirklichen Schutz zu bieten.

fro/zr

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