Kommentar zu den Äußerungen Edathys: Nicht unschuldig

Hagen Strauß über Edathy

Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy kritisiert das gegen ihn angestrebte Ordnungsverfahren. Er habe sich nicht bewusst parteischädigend verhalten. Die Unschuld vom Lande ist er trotzdem nicht - meint Hagen Strauß in seinem Kommentar.

Sebastian Edathy hat Recht: Die Hatz gegen ihn hat in den vergangenen Wochen etwas von Hexenverfolgung gehabt. Seine Kritik an der SPD-Spitze ist im Kern ebenfalls richtig: Parteichef Sigmar Gabriel hat sich frühzeitig weit aus dem Fenster gelehnt, als er ein Partei-Ordnungsverfahren gegen Edathy ankündigte. Das kam einer Vorverurteilung gleich. Jemanden aus moralischen Gründen aus der SPD werfen zu wollen – ketzerisch könnte man fragen: Wo fängt man da an, wo hört man auf?

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Doch die Unschuld vom Lande, als der Edathy sich jetzt darstellt, ist er nicht. Ein so versierter Innenpolitiker wie er, der kriminelle Zusammenhänge kennt und bewerten kann, muss erst recht wissen: Wer bei einem Kinderpornohersteller vermeintlich harmlose Nacktbilder von Jungen bestellt und kauft, der finanziert das miese Geschäft mit den Kinderpornos mit. Dem ist das Leid derer, die vor laufender Kamera missbraucht werden, offensichtlich egal.

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