Posten wichtigstes Thema

HNA-Kommentar zur Europawahl: Ein Bild des Jammers

Es sind drei Parteien, die sich am gestrigen Abend als die Gewinner der Europawahl sahen: Die Union, die SPD und die AfD. Auf den Wahlpartys ließ man sich entsprechend feiern. Ein Kommentar von HNA-Chefredakteur Horst Seidenfaden.

Horst Seidenfaden, E-Mail: hos@hna.de

Dass es bei dieser Europawahl eine höhere Wahlbeteiligung geben würde, das stand schon vorher fest. In mehr als der Hälfte der Bundesländer wurden parallel die Vertretungen in den Kommunen gewählt, zudem gab es ungezählte Bürgermeister- und Landrats-Direktwahlen. Wahlen also, die schon traditionell die Menschen mehr interessieren und berühren als das von vielen unverstandene Riesen-Gebilde EU. Europa hat diesmal vom Interesse der Menschen an ihren Kommunen profitiert.

Ob sich das irgendwann einmal ändert? Viele Menschen wählen keine Programme, sondern Köpfe. Insofern ist der Schritt, mit Spitzenkandidaten in den Wahlkampf zu gehen, sicher richtig. Aber mehr noch als das muss die Bevölkerung Vertrauen gewinnen, dass der Riese EU so etwas ist wie der Sachwalter der Interessen der Bürger. In der ersten Diskussion nach 18 Uhr stritten sich Volker Kauder (CDU) und Thomas Oppermann (SPD) sofort darum, wer nun Kommissionspräsident werden soll. Postenvergabe als wichtigstes Thema - ein jämmerliches Bild.

Mehr zur Wahl im Spezial der HNA.

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