Kommentar zu Schwarz-Grün: "Mühen des Alltags vor sich"

Petra Wettlaufer-Pohl über die künftige Koalition

Die hessische CDU hat die geplante Koalition mit den Grünen in Hessen gebilligt - mit 100-prozentiger Zustimmung. Gegenstimmen gab es nicht. Doch die Mühen des Alltags hat die Koalition noch vor sich. Ein Kommentar von Petra Wettlaufer-Pohl.

Man glaubt es kaum, mit welcher Begeisterung sich die CDU in die schwarz-grüne Koalition stürzt. Das können nicht allein die Posten und Pöstchen bewirken, die die Christdemokraten nun verteilen beziehungsweise behalten können. Die Partei unter Volker Bouffier verspürt offensichtlich vielmehr den Drang, ihr erzkonservatives Kampfverbands-Image aus der Dregger-Ära endlich abzustreifen.

Dazu bedurfte es eines Koalitionspartners, der so ganz anders ist als die eigene Truppe. Der aber auch nicht mehr die Chaos-Partei darstellt, die den Abgeordneten bei ihrem Einzug in den Landtag vor drei Jahrzehnten das Fürchten lehrte.

E-Mail an die Autorin: wet@hna.de

Zahm und gesittet sind die Grünen geworden, halten sich an Redezeiten und spenden ihrem Frontmann Al-Wazir stehend Applaus. Der immerhin ist klug genug, seinen Triumph eher still auszukosten.

Die Mühen des Alltags liegen erst noch vor ihm und auch vor der CDU. Vieles in dem nun besiegelten Koalitionsvertrag bleibt unverbindlich. Im Moment eint sie der Wille zu regieren. Ob die Grünen es schaffen, Hessen grüner zu machen und ob die CDU sie wirklich lässt, wird sich dagegen erst noch zeigen.

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