Kommentar zu Abgaben bei der Rente: Vertrauen verspielt

Jahrzehntelang haben sie für die Altersvorsorge gespart – und dann das. Die Krankenkasse schlägt zu und verlangt von Rentnern, dass sie auf ihre beim Arbeitgeber abgeschlossenen Kapitallebensversicherungen Sozialabgaben zahlen müssen. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteurin Petra Wettlaufer-Pohl.

Und zwar nicht nur den Arbeitnehmerbeitrag wie bei der staatlichen Rente, sondern auch den Arbeitgeberanteil. Da platzt so mancher Traum für den dritten Lebensabschnitt, weil viel weniger Geld ankommt als geplant. Denn wer heute mit den Abgaben konfrontiert wird, hat seine Verträge in der Regel weit vor den Beschlüssen zur Agenda 2010 abgeschlossen.

Klar, mithilfe der Versicherung wurde auch der eine oder andere Steuergroschen während des Arbeitslebens gespart; und diejenigen, die noch Geld zurücklegen konnten, gehören wahrscheinlich nicht zu den Allerärmsten.

Aber sie haben sich nicht vorstellen können, dass der Staat ihnen einmal das Ersparte rückwirkend derart beschneiden könnte. So verspielt man Vertrauen. Hier muss der Gesetzgeber tätig werden. Es ist keine Frage nur der heutigen Rentnergeneration. Wenn insbesondere die SPD die betriebliche Vorsorge stärken will, dann muss die auch attraktiv sein. Zumal die Einnahmen sprudeln, ganz anders als zu Zeiten, in denen ausgerechnet Sozialdemokraten die ungerechte Regelung schufen.

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