Kommentar zur Lage der syrischen Flüchtlinge: Machtexzesse von Despoten

+

Die dramatische Lage zehntausender Syrien-Flüchtlinge an der Grenze zur Türkei hat sich am Sonntag weiter verschlechtert. Ein Kommentar des stellvertretenden Chefredakteurs der HNA, Jan Schlüter.

Alle Versuche der Bundesregierung, den Flüchtlingszug nach Deutschland zu begrenzen, indem die EU-Außengrenzen besser gesichert werden und die Türkei mit Milliardenbeträgen zu Kooperation „ermuntert“ wird, scheitern derzeit. Das liegt vorrangig weder an griechischem Schlendrian noch an türkischem Kalkül. Vielmehr spielt Russland im Syrien-Krieg zurzeit die entscheidende Rolle.

Wladimir Putin lässt mit größter Rücksichtslosigkeit und Brutalität Rebellengebiete in und um Aleppo bombardieren und stärkt somit die Position des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad. Oder sollte man treffender Staatsterroristen sagen? Mit Hilfe von Legionären rücken dessen Truppen vor. Die Folge: Zehntausende Syrer sind über Nacht zur Flucht gezwungen, wollen sie nicht im Bomben- und Kugelhagel umkommen.

Die Not dieser Menschen interessiert Moskau nicht. Der weiter anschwellende Flüchtlingstreck trägt zur Destabilisierung Deutschlands und der EU bei, was ganz im Sinne Putins ist. Hier die skrupellosen Machtexzesse von Despoten, dort Hunger, Elend und Tod syrischer Zivilisten – das ist die harte Wirklichkeit dieser Tage.

Lesen Sie dazu auch:

Türkei schließt Grenze zu Syrien - Zehntausende in der Kälte

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.