Kommentar zu den Risiken der Anti-Baby-Pille: Jede muss abwägen

Die Entwicklung der Anti-Baby-Pille ist eine der großen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts. Ein Kommentar zum Prozess gegen Bayer von HNA-Redakteurin Tatjana Coerschulte.

Diese sichere Methode der Empfängnisverhütung hat Frauen und indirekt auch Männern ermöglicht, die Regie über ihre private Lebensgestaltung und Familienplanung zu übernehmen. Die Pille hat Frauen Freiheit geschenkt. Sie hat ihnen Ängste vor ungewollter Schwangerschaft und womöglich gesellschaftlicher Stigmatisierung genommen und eine bis dahin nicht gekannte Unbeschwertheit im Liebesleben ermöglicht. Das hat unser modernes Gesellschaftsbild mitgeprägt.

Aber die Pille hat es auch ermöglicht, dass Sexualität von Eigenverantwortung abgekoppelt werden kann, dass an mögliche Folgen gar nicht mehr gedacht wird. Manche vergessen, dass dieses Pharma-Produkt einen deutlichen Eingriff in körperliche Vorgänge bewirkt und schon allein deswegen nicht harmlos sein kann. Für die allermeisten Frauen ist die Pille heute dennoch eine Selbstverständlichkeit – so wie für die Pharma-Konzerne das damit einhergehende Geschäft.

Jede Frau und jedes Paar muss abwägen, auf welche Methoden der Empfängnisverhütung man vertraut und welche Risiken dafür in Kauf genommen werden. Im Zweifel: Finger weg von den umstrittenen Präparaten. Es geht auch anders.

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