Kommentar zur Situation der Deutschen Bahn: Mehrfach unter Druck

Zeiten, in denen Spritpreise so in den Keller rauschen, dass Autofahrer gar nicht mehr wissen, wann Tanken zuletzt derart günstig war, sind schlechte Zeiten für die Bahn. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Wolfgang Riek.

Da bleibt mancher wieder hinterm Steuerrad sitzen, der zuvor schon auf die Schiene umgestiegen war.

Billigdiesel spielte 2015 zudem der Fernbuskonkurrenz in die Karten. Wettbewerber auf der Schiene jagen dem Staatskonzern zusätzlich Marktanteile ab: Noch bedient die Bahn 80 Prozent des Regionalverkehrs. Intern wären DB-Manager froh, könnten sie 70 Prozent halten.

Wenn Bahnchef Grube nun auf Besserung dringt, denkt er vielleicht auch an den eigenen Vorstandssessel: Ende 2017 endet sein Vertrag, er müsste noch vor der Bundestagswahl verlängert werden.

Den Güterverkehr scheinen DB und Eigentümer Bund abgehakt zu haben – klimapolitisch fatal. Beim Personenverkehr bleiben aus Kundensicht Pünktlichkeit und Anschlusssicherheit erfolgsentscheidend. Und ein Preissystem, das nicht allein auf die Lust an der Schnäppchenjagd setzt, die zwar mehr Fahrgäste bringt, aber Umsatz und Gewinn kostet. Nachhaltig, weiß auch der Bahnchef, ist das nicht.

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