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Sollte Cannabis als Genussmittel verboten bleiben? Legalisieren wäre logisch

Kassel. Sollte der Gebrauch von Cannabis legalisiert werden? Diese Frage sorgt seit Jahrzehnten für Streit. In der Medizin ist sie seit Kurzem beantwortet. Dort gibt es für Cannabis als Medikament gute Gründe.

Und als Genussmittel? Die Pro- und Kontra-Argumente sind bekannt: Die Befürworter einer Freigabe wollen Cannabis vor allem aus dem Zwielicht des Verbotenen holen. Nicht zuletzt der bessere Schutz der Verbraucher vor schlechter Qualität spricht dafür. Die Gegner warnen vor der Gefahr: Cannabis ist gesundheitsschädlich, kann bei Konsumenten zu Wesensveränderungen führen, es macht vergesslich, antriebslos und vor allen Dingen süchtig.

Was wiegt schwerer? Für eine Antwort sollte man sich einfach mal umschauen. In Deutschland steht nämlich bereits eine legale Droge in den Regalen sämtlicher Kaufhäuser. Auch sie ist gesundheitsgefährdend, macht süchtig und wird häufig missbräuchlich konsumiert. Das Dramatische daran: Eine große Mehrheit findet nichts dabei, im Gegenteil. Alkohol ist – man muss es wohl so hart sagen – sozial erwünscht, eine Volksdroge.

Wer Alkohol zulässt, kann Cannabis nicht glaubwürdig verbieten. Also sollte man es legalisieren. Mit allen Warnungen und Vorbehalten wie beim Alkohol.

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