Gedenktag: Bewegende Rede von Reich-Ranicki

Berlin - Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki hat im Bundestag an die grausamen Taten der Nazis im Warschauer Ghetto erinnert. Anlass ist die Feierstunde zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.

In einer ergreifenden Rede hat der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki im Bundestag an die grausamen Taten der Nazis im Warschauer Ghetto erinnert. Der 91-Jährige schilderte am Freitagmorgen anlässlich der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus seine persönlichen Erlebnisse.

Gedenktag im Bundestag: Marcel Reich-Ranicki hält bewegende Rede

In einer eindringlichen Schilderung hat der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki im Bundestag vom Beginn der Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto berichtet. Zum 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erzählte der 91-jährige Überlebende als Zeitzeuge, wie die SS im Juli 1942 die “Umsiedlung“ anordnete. © dpa
In einer eindringlichen Schilderung hat der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki im Bundestag vom Beginn der Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto berichtet. Zum 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erzählte der 91-jährige Überlebende als Zeitzeuge, wie die SS im Juli 1942 die “Umsiedlung“ anordnete. © dpa
In einer eindringlichen Schilderung hat der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki im Bundestag vom Beginn der Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto berichtet. Zum 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erzählte der 91-jährige Überlebende als Zeitzeuge, wie die SS im Juli 1942 die “Umsiedlung“ anordnete. © dpa
In einer eindringlichen Schilderung hat der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki im Bundestag vom Beginn der Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto berichtet. Zum 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erzählte der 91-jährige Überlebende als Zeitzeuge, wie die SS im Juli 1942 die “Umsiedlung“ anordnete. © dpa
In einer eindringlichen Schilderung hat der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki im Bundestag vom Beginn der Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto berichtet. Zum 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erzählte der 91-jährige Überlebende als Zeitzeuge, wie die SS im Juli 1942 die “Umsiedlung“ anordnete. © dpa
In einer eindringlichen Schilderung hat der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki im Bundestag vom Beginn der Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto berichtet. Zum 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erzählte der 91-jährige Überlebende als Zeitzeuge, wie die SS im Juli 1942 die “Umsiedlung“ anordnete. © dpa
In einer eindringlichen Schilderung hat der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki im Bundestag vom Beginn der Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto berichtet. Zum 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erzählte der 91-jährige Überlebende als Zeitzeuge, wie die SS im Juli 1942 die “Umsiedlung“ anordnete. © dpa
In einer eindringlichen Schilderung hat der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki im Bundestag vom Beginn der Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto berichtet. Zum 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erzählte der 91-jährige Überlebende als Zeitzeuge, wie die SS im Juli 1942 die “Umsiedlung“ anordnete. © dpa
In einer eindringlichen Schilderung hat der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki im Bundestag vom Beginn der Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto berichtet. Zum 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erzählte der 91-jährige Überlebende als Zeitzeuge, wie die SS im Juli 1942 die “Umsiedlung“ anordnete. © dpa
In einer eindringlichen Schilderung hat der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki im Bundestag vom Beginn der Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto berichtet. Zum 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erzählte der 91-jährige Überlebende als Zeitzeuge, wie die SS im Juli 1942 die “Umsiedlung“ anordnete. © dpa
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In einer eindringlichen Schilderung hat der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki im Bundestag vom Beginn der Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto berichtet. Zum 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erzählte der 91-jährige Überlebende als Zeitzeuge, wie die SS im Juli 1942 die “Umsiedlung“ anordnete. © dpa

Reich-Ranicki ist einer der letzten lebenden Zeitzeugen des Warschauer Ghettos. Er spreche vor dem Bundestag nicht als Historiker, sagte Reich-Ranicki, sondern “als ein Zeitzeuge, genauer: als Überlebender des Warschauer Ghettos“.

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Reich-Ranickis ergreifende Rede im Wortlaut

1938 war Reich-Ranicki aus Berlin nach Polen deportiert worden. Später kam er in das von den Nazis errichtete Warschauer Ghetto. “Dort lebten meine Eltern, mein Bruder und schließlich ich selber. Dort habe ich meine Frau kennengelernt“, berichtete er. Seine Eltern und sein Bruder wurden von den Nazis ermordet. Reich-Ranicki und seiner Ehefrau gelang die Flucht aus dem Ghetto.

In seiner Rede berichtete Reich-Ranicki detailliert über die Ereignisse um den 22. Juli 1942. An diesem Tag begann die Deportation der Juden aus Warschau in das Vernichtungslager Treblinka. “Was die 'Umsiedlung' der Juden genannt wurde, war bloß eine Aussiedlung - die Aussiedlung aus Warschau. Sie hatte nur ein Ziel, sie hatte nur einen Zweck: den Tod“, sagte der Publizist.

Die meistgesuchten Nazi-Verbrecher

Sie haben sich dem Zugriff der Justiz entzogen. Auf der Liste der meistgesuchten Nazi- Kriegsverbrecher des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Jerusalem stehen folgende Namen: © dpa
ALOIS BRUNNER (Jahrgang 1912) in Syrien: Der wichtigste bislang strafrechtlich nicht verfolgte Nazi-Kriegsverbrecher ist möglicherweise nicht mehr am Leben. © dpa
Der ehemalige SS-Hauptsturmführer soll als “Ingenieur der Endlösung“ für den Tod von etwa 130 000 Juden aus mehreren Ländern verantwortlich sein. © dpa
Brunner wurde das letzte Mal im Jahr 2001 in Damaskus (Syrien) gesehen. © dpa
ARIBERT HEIM (1914) in Ägypten: Der als “Dr. Tod“ berüchtigte frühere KZ-Arzt soll 1992 mit 78 Jahren in Kairo gestorben sein. Als Beleg gilt ein Auszug aus dem Sterberegister. © dpa
Aufgrund einer beim Bundesfinanzhof anhängigen Steuersache schließt das Wiesenthal- Zentrum jedoch nicht aus, dass Heim noch lebt. © dpa
Er soll in den Konzentrationslagern Sachsenhausen, Buchenwald und Mauthausen zahlreiche Menschen ermordet haben, viele durch Injektionen ins Herz. © ZDF
SANDOR KEPIRO (1914) in Ungarn: Der Polizeioffizier wird verdächtigt, an der Ermordung von mehr als 1200 Zivilisten im serbischen Novi Sad teilgenommen zu haben. © dpa
MILIVOJ ASNER (1913) in Österreich: Der ehemalige Polizeichef in Kroatien soll aktiv an der Verfolgung und Deportation von Serben, Juden sowie Sinti und Roma beteiligt gewesen sein. © AP
KLAAS CARL FABER (1922) in Deutschland: In den Niederlanden wurde er für den Tod von Gefangenen 1944 zum Tode verurteilt. © dpa
Das Urteil wurde 1948 in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt. 1952 flüchtete er aus dem Gefängnis und lebt seit Jahrzehnten in Ingolstadt. © dpa
SOEREN KAM (1921) in Deutschland: Das ehemalige SS-Mitglied soll für den Tod eines dänischen Journalisten verantwortlich sein und die Deportation der jüdischen Gemeinde in Dänemark in deutsche Konzentrationslager ermöglicht haben. © dpa
Wegen Tötung in Dänemark verurteilt, lebt Kam heute in Kempten im Allgäu. © dpa
MICHAIL GORSCHKOW (1923) in Estland: Laut Wiesenthal-Zentrum war er am Mord an Juden in Weißrussland beteiligt. © dpa
ALGIMANTAS DAILIDE (1921) in Deutschland: Er soll Juden festgenommen haben, die später von Nationalsozialisten getötet wurden. © dpa
Von den USA ausgeliefert wurde er in Litauen verurteilt, musste seine Haft aber wegen seines Gesundheitszustands nicht antreten und lebt heute in Sachsen. © dpa

Bundestagspräsident Norbert Lammert rief die Gesellschaft dazu auf, sich gegen rechtsextremistische und antisemitische Tendenzen zur Wehr zu setzen. “Das Haus der Wannseekonferenz ist heute einer der vielen Orte der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, die uns erinnern und mahnen, uns dafür einzusetzen, dass in Deutschland alle Menschen frei und gleich und ohne Angst leben können“, sagte der CDU-Politiker.

Mit Blick auf die Ereignisse um die Zwickauer Terrorzelle fügte er hinzu: “Die vergangenen Wochen und Monate mit der Aufdeckung einer beispiellosen Mordserie haben uns allerdings wieder vor Augen geführt, dass wir dieses Ziel noch nicht erreicht haben.“ Der rechtsterroristischen Gruppe, die im November 2011 aufflog, werden zahlreiche Morde an Ausländern bundesweit zur Last gelegt. Mehr als ein Jahrzehnt lang konnte sie ihre Straftaten unerkannt verüben.

Lammert zitierte zudem aus einer kürzlich veröffentlichten Studie zum Antisemitismus, wonach 20 Prozent der Bürger antisemitisches Gedankengut aufweisen. “Das ist für Deutschland genau 20 Prozent zu viel“, sagte Lammert.

Graumann nennt Gedenken an die Nazi-Opfer vorbildlich

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, würdigte derweil das Gedenken an die Opfer der NS-Zeit als vorbildlich. Mit Blick auf die Feierstunde im Bundestag und mehreren Landtagen sprach Graumann von einem wichtigen Signal, das im Ausland und gerade in Israel positiv aufgenommen werde.

Es sei wichtig, dass es ein solch regelmäßiges Gedenken an die Nazi-Opfer gebe, sagte er im Interview mit der Nachrichtenagentur dapd. Es sei ein Anlass zurückzublicken und darüber nachzudenken, welche Lehren zu ziehen seien. Dagegen gehe es überhaupt nicht um irgendeine Schuldzuweisung an die heute in Deutschland lebenden Menschen, bekräftigte der Präsident des Zentralrats.

dapd/dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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