Landtag erinnert an NS-Opfer

Holocaust-Überlebender kritisiert Pegida

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Der Holocaust-Überlebende Max Mannheimer wird in Kürze 95 Jahre alt.

München - Der Holocaust-Überlebende Max Mannheimer hat die umstrittene Pegida-Bewegung als bedenklich und fragwürdig kritisiert - und die Vielzahl von großen Gegendemonstrationen gewürdigt.

Diese Anti-Pegida-Proteste seien „notwendiger Ausdruck einer Verneinung von Ausländerfeindlichkeit, Ausgrenzung und Intoleranz“, sagte Mannheimer am Dienstag im Landtag. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sagte: „Wir wehren uns gegen radikale Hassredner auf unseren Straßen.“

In einem Gedenkakt erinnerten das Parlament und die Staatsregierung an die Opfer des Nationalsozialismus und die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz vor genau 70 Jahren. Seehofer und Landtagspräsidentin Barbara Stamm riefen - auch vor dem Hintergrund der Terroranschläge von Paris - dazu auf, Ausländerfeindlichkeit, Fremdenhass und Antisemitismus entschieden entgegenzutreten.

„Freiheit und Demokratie brauchen Erinnerung; Freiheit und Demokratie brauchen aber auch Einsatz, Zivilcourage und Mut“, sagte Seehofer und betonte: „Niemals wieder - dieser Satz bleibt unser Auftrag, heute und in Zukunft. Das sind wir den Opfern schuldig, das sind wir der Zukunft und vor allem unserer Jugend schuldig. Das ist unsere gemeinsame Verantwortung.“ Man gebe „dumpfen Parolen von Rechts keine Chance“. Deutschland sei eine wehrhafte Demokratie. Stamm betonte, Gewalt und Antisemitismus hätten hierzulande nichts zu suchen. „Wir dulden weder Radikalismus noch Intoleranz.“ Man achte deshalb darauf, „dass alle in unserem Land friedlich miteinander leben können“.

Die Welt gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Bundespräsident Joachim Gauck (l-r), Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, bei der Gedenkstunde des Bundestages im Reichstagsgebäude in Berlin am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Bundespräsident Joachim Gauck und die niederländische Königin Maxima. © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Überlebende Auschwitz-Gefangene legten in dem ehemaligen KZ einen Kranz nieder.  © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Überlebende Auschwitz-Gefangene legten in dem ehemaligen KZ einen Kranz nieder.  © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Überlebende Auschwitz-Gefangene legten in dem ehemaligen KZ einen Kranz nieder.  © dp
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Überlebende Auschwitz-Gefangene legten in dem ehemaligen KZ einen Kranz nieder.  © dp
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Überlebende Auschwitz-Gefangene legten in dem ehemaligen KZ einen Kranz nieder.  © dp
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Überlebende Auschwitz-Gefangene legten in dem ehemaligen KZ einen Kranz nieder.  © dp
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Überlebende Auschwitz-Gefangene legten in dem ehemaligen KZ einen Kranz nieder.  © dp
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Überlebende Auschwitz-Gefangene legten in dem ehemaligen KZ einen Kranz nieder.  © afp
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Überlebende Auschwitz-Gefangene legten in dem ehemaligen KZ einen Kranz nieder.  © afp
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Überlebende Auschwitz-Gefangene legten in dem ehemaligen KZ einen Kranz nieder.  © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Überlebende Auschwitz-Gefangene legten in dem ehemaligen KZ einen Kranz nieder.  © afp
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) begrüßt am 27.01.2015 im Plenarsaal des bayerischen Landtags in München den Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer. © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
er Holocaust-Überlebende Max Mannheimer spricht am 27.01.2015 im bayerischen Landtag in München. © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Auch US-Star-Regisseur Steven Spielberg ("Schindlers Liste") kam ebenfalls zu den Feierlichkeiten in Auschwitz. © dpa
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Schwedens Kronprinzessin Victoria bei der Gedenkfeier. © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Kreml-Chef Wladimir Putin und der oberste Rabbi Russlands, Berl Lazar, ... © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
... zündeten eine Kerze an. © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Frankreichs Premier Francois Hollande bei einer Gedenkfeier in Paris. © dp
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Polens Präsident Bronislaw Komorowski und Auschwitz-Überlebende bei einer Messe im Zentrum für Dialog und Gebet im polnischen Oswiecim. © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Eine Rose auf dem Holocaust-Mahnmal in Berlin. © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Ein Mann steht vor einem Gedenkstein im italienischen Turin. © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Eine Besucherin bei der Foto-Ausstellung anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz in einem Moskauer Museum. © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
70 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz erinnert auch die Gedenkstätte Ahlem (Niedersachsen)... © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
... mit Kranzniederlegungen an die Opfer des Nationalsozialismus. © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
Der älteste Überlebende von Auschwitz, Jehuda Widawski, bei der Gedenkfeier in dem ehemaligen KZ. © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer von Auschwitz
70 Jahre nach der Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau haben Überlebende des Holocaust zum Kampf gegen Intoleranz, Gleichgültigkeit und Antisemitismus aufgerufen. © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus
Die Welt gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus © dpa
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Die Welt gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus © dpa
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Die Welt gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus © dpa
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Die Welt gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus
Die Welt gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus © dpa
Die Welt gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus
Die Welt gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus © dpa

Mannheimer, der in Kürze 95 Jahre alt wird, sagte mit Blick auf Pegida: „Wenn heute wieder bedenkliche Demonstrationen stattfinden, müssen sich staatliche Stellen und Verantwortliche Sorgen machen und entsprechend handeln.“ Es sei aber ein „ermutigendes Zeichen“, wenn jede dieser Pegida-Veranstaltungen bisher eine noch größere Gegendemonstration hervorgerufen habe. Er mahnte aber: „Das soll kein Trost sein und auch keine Abschwächung dieser fraglichen Strömungen.“

dpa

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