Er wurde abgeschoben

Seehofer-Kontrollen nach Miri-Clan-Debatte: Polizei hält verurteilten Mörder im Flixbus auf

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Bei einer Kontrolle an der deutsch-polnischen Grenze wurde ein verurteilter Mörder aufgegriffen.

Bei den verschärften Kontrollen an den deutschen Außengrenzen ist ein verurteilter Mörder festgenommen worden, gegen den in Deutschland ein Haftbefehl vorliegt.

  • Nachdem der berüchtigte Chef des Miri-Clans in Deutschland einen Asylantrag gestellt hatte, soll er wieder abgeschoben werden.
  • Um die illegale Wiedereinreise und ähnliche Fälle zu vermeiden, verschärfte Horst Seehofer die Grenzkontrollen.
  • Am Mittwoch (20. November) wurde ein verurteilter Mörder in einem Flixbus von der Einreise gestoppt.

Frankfurt (Oder) - Als der Chef des Miri-Clans nach seiner Abschiebung wieder in Bremen ankam, führte Innenminister Horst Seehofer (CSU) schärfere Kontrollen an den deutschen Außengrenzen ein. Seit dem 7. November werden die Maßnahmen von der Bundespolizei durchgeführt. Kontroll- und Fahndungsmaßnahmen seien ausgebaut und intensiviert worden - und somit gehen den Beamten an der Grenze durchaus einige Fische ins Netz.

Fahndungserfolg bei Seehofer-Kontrollen: Verurteilter Mörder in Flixbus aufgegriffen

Wie die Bild berichtet, gab es dabei einen Fahndungserfolg an der deutsch-polnischen Grenze. Über 16 Stunden lang kontrollierten insgesamt 470 Beamte das Grenzgebiet zum Nachbarstaat. Die Bilanz: 1600 Personen wurden zur Kontrolle angehalten. Darunter auch ein Flixbus, in dem ein verurteilter Mörder saß. Gegen ihn liegt in Deutschland ein Haftbefehl vor.

Konkret geht es dem Bericht zufolge dabei um Eduard K., der im Jahr 1999 in einer Berliner Rossmann-Filiale geklaut hatte. Als der Ladendetektiv ihn auf den Diebstahl ansprach und die Polizei informieren wollte, fielen plötzlich Schüsse. Einer von ihnen traf den Detektiv Mike P. ins Herz, woraufhin der damals 36-Jährige starb.

In Flixbus aufgegriffener Mörder wird Reststrafe in Deutschland absitzen müssen

Eduard K. wurde zu lebenslanger Haft verurteilt und saß eine zehnjährige Haftstrafe ab. Daraufhin wurde er freigelassen und abgeschoben. Dabei gab es auch eine Bedingung, die ihm nun zum Verhängnis wurde: Der verurteilte Mörder darf nicht mehr nach Deutschland einreisen. Nachdem er von der Bundespolizei im Flixbus ins Bundesgebiet erwischt wurde, wird er wohl die Reststrafe in Deutschland absitzen müssen.

Neben Eduard K. wurden am Mittwoch (20. November) drei Migranten ohne Einreisepapiere aufgegriffen, wobei zwei von ihnen dann doch über Dokumente verfügten und weiterreisen durften. Eine Frau aus Moldawien musste dahingegen wieder umkehren. An ihrer Stelle hätte gegebenenfalls im Oktober auch der Clan-Chef Ibrahim Miri sein können - der wolle wieder zurückkommen, drohte bereits ein Verwandter.

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