120.000 Vierbeiner im neuen Hunderegister verzeichnet

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Hannover. Niedersachsen hat die Hundebesitzer im Land mit einem neuen Gesetz an die kurze Leine genommen. Allerdings haben bislang längst nicht alle Halter ihre Tiere registrieren lassen.

Seit knapp zwei Monaten müssen Hundebesitzer ihre Vierbeiner in einem zentralen Register für Niedersachsen anmelden. Bisher sind rund 120.000 der geschätzten 400.000 Hunde im Land darin verzeichnet. Das teilte das Landwirtschaftsministerium in Hannover auf dpa-Anfrage mit. Das bundesweit einmalige Hunderegister ist ein Baustein des neuen niedersächsischen Hundegesetzes, das am 1. Juli in Kraft trat. Der Vorsitzende des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) Niedersachsen, Jochen Rissmann, sagte: "Mit einem Drittel registrierter Hunde kann man nicht einverstanden sein."

Das Verzeichnis habe nur Sinn, wenn es alle Tiere erfasst. Nach Rissmanns Einschätzung schrecken vor allem die Gebühren manche Halter ab. Es sei schwer zu vermitteln, den Hund bei der Gemeinde, in einem internationalen Suchregister wie Tasso und jetzt auch noch in einem dritten Register zu melden, sagte der VDH-Chef. Wer seinen Hund allerdings nicht erfassen lässt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann mit einer Geldbuße bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

Die Anmeldung beim Hunderegister Niedersachsen ist online, telefonisch oder schriftlich möglich. Dabei werden Rasse, Chipnummer sowie Name und Adresse des Besitzers aufgenommen. Es fallen Gebühren zwischen 14,50 und 23,50 Euro plus Mehrwertsteuer an. Wer sich neu einen Hund anschafft, muss zudem seit dem 1. Juli eine theoretische und praktische Prüfung absolvieren. Die Kosten für diesen Hundeführerschein liegen dem VDH zufolge zwischen 75 und 160 Euro.

Kritiker haben eine Petition gegen die Gebührenpflicht bei der Hunderegistrierung gestartet, die bisher gut 5000 Unterstützer hat. Die niedersächsischen Hundeverbände befürworten dagegen das neue Gesetz, an dessen Entstehung sie mitgewirkt haben. In ein paar Monaten werde man zur Manöverkritik im Ministerium zusammenkommen, sagte Rissmann. Es könne noch Bürokratie abgebaut werden. (dpa)

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