Hunderte Asylbewerber verklagen BAMF

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Mit den Untätigkeitsklagen wollten die Flüchtlinge die Behörde dazu bringen, ihre Anträge zu bearbeiten. Foto: Patrick Pleul/ Archiv

Düsseldorf (dpa) - Hunderte Asylbewerber in Nordrhein-Westfalen wollen einer Umfrage der "Rheinischen Post" zufolge per Klage ein schnelleres Asylverfahren erzwingen.

Mehr als 200 Asylbewerber insbesondere aus Syrien und Eritrea hätten das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vor den Verwaltungsgerichten verklagt, weil ihre Anträge schon länger als ein Jahr unbearbeitet geblieben seien, berichtet die Zeitung unter Berufung auf die sieben Verwaltungsgerichte des Landes.

Mit den Untätigkeitsklagen wollten die Flüchtlinge die Behörde dazu bringen, ihre Anträge zu bearbeiten, um eine Arbeit oder Ausbildung aufnehmen und eventuell Angehörige nachholen zu können.

"Die Ungewissheit, wann endlich über den Asylantrag entschieden wird, treibt viele Menschen in die Verzweiflung", sagte NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) der Zeitung. "Es kann nicht sein, dass Asylbewerber gezwungen sind, nach dem Überschreiten der Grenze den Staat zu verklagen, damit dieser endlich eine Entscheidung über ihren Asylantrag trifft."

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