„Marschiert für unsere Leben“

Hunderttausende demonstrieren in den USA gegen die Waffengewalt

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Einer der vielen Protestmärsche unter dem Motto „March for Our Lives“, hier: in Chicago.

In den USA haben die größten Anti-Waffen-Proteste seit Jahrzehnten begonnen. Hunderttausende Schüler demonstrierten am Samstag landesweit für ein schärferes Waffenrecht.

Washington, D.C. - "Wir sind der Wandel", sagte Schüler Cameron Kasky aus Parkland in Florida bei seiner Rede auf der zentralen Kundgebung in Washington. Demonstranten trugen Plakate mit Aufschriften wie "Schützt Kinder, nicht Waffen" oder "Ich lehre mit Büchern, nicht mit Waffen".

"Wir sind diejenigen, die jeden Tag Angst haben, zur Schule zu gehen", sagte die 17-jährige Lauren Tilley, die mit einer Gruppe aus Kalifornien zum Protestmarsch nach Washington gereist war, der Nachrichtenagentur AFP. Es könne nicht so weitergehen wie bisher. Der 68-jährige Jeff Turchin aus New York sagte, er glaube "an diese Bewegung". "Diese Kinder haben recht. Sie wollen leben."

Massenprotest in USA gegen Waffengewalt: "Genug ist genug"

Eine unüberschaubare Menschenmenge protestiert in Washington beim "Marsch für unsere Leben" gegen die grassierende Waffengewalt in den USA. Foto: Alex Brandon/AP
Eine unüberschaubare Menschenmenge protestiert in Washington beim "Marsch für unsere Leben" gegen die grassierende Waffengewalt in den USA. Foto: Alex Brandon/AP © Alex Brandon
Auch in New York gingen Zehntausende für schärfere Waffengesetze auf die Straße. Foto: Craig Ruttle/AP
Auch in New York gingen Zehntausende für schärfere Waffengesetze auf die Straße. Foto: Craig Ruttle/AP © Craig Ruttle
Beobachter schauen von einem Balkon auf die Menschenmassen, die beim "Marsch für unsere Leben" in Washington gegen Waffengewalt demonstrieren. Foto: Jose Luis Magana/AP
Beobachter schauen von einem Balkon auf die Menschenmassen, die beim "Marsch für unsere Leben" in Washington gegen Waffengewalt demonstrieren. Foto: Jose Luis Magana/AP © Jose Luis Magana
Protest gegen Waffengewalt in Parkland, wo ein 19-Jähriger 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen hatte. Foto: Joe Skipper/AP
Protest gegen Waffengewalt in Parkland, wo ein 19-Jähriger 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen hatte. Foto: Joe Skipper/AP © Joe Skipper
Solidarität in London: Demonstration für strengere Waffengesetze in den USA vor der amerikanischen Botschaft. Foto: Stefan Rousseau/PA Wire
Solidarität in London: Demonstration für strengere Waffengesetze in den USA vor der amerikanischen Botschaft. Foto: Stefan Rousseau/PA Wire © Stefan Rousseau
"Marsch für unsere Leben" in Washington. Foto: Jose Luis Magana/AP
"Marsch für unsere Leben" in Washington. Foto: Jose Luis Magana/AP © Jose Luis Magana
Protest in Sydney: Die Demonstration ist teil einer Veranstaltungsreihe für eine strengere Kontrolle von Waffen. Foto: Danny Casey, AAP
Protest in Sydney: Die Demonstration ist teil einer Veranstaltungsreihe für eine strengere Kontrolle von Waffen. Foto: Danny Casey, AAP © Danny Casey
Die Protestaktion mit dem Titel "Marsch für unsere Leben" könnte eine der größten in der jüngeren Geschichte der USA werden. Foto: Dirk Shadd/Tampa Bay Times via ZUMA Wire
Die Protestaktion mit dem Titel "Marsch für unsere Leben" könnte eine der größten in der jüngeren Geschichte der USA werden. Foto: Dirk Shadd/Tampa Bay Times via ZUMA Wire © Dirk Shadd
Schüler in Sydney, Australien, nehmen mit ihren Familien an einer Demonstration für strengere Waffengesetze in den USA teil. Foto: Danny Casey, AAP
Schüler in Sydney, Australien, nehmen mit ihren Familien an einer Demonstration für strengere Waffengesetze in den USA teil. Foto: Danny Casey, AAP © Danny Casey
Die Proteste begannen direkt nach dem Massenmord in Parkland: Überlebende Schüler der Marjory Stoneman Douglas High School demonstrieren im Florida State Capitol. Foto: Gerald Herbert/AP
Die Proteste begannen direkt nach dem Massenmord in Parkland: Überlebende Schüler der Marjory Stoneman Douglas High School demonstrieren im Florida State Capitol. Foto: Gerald Herbert/AP © Gerald Herbert
Gedenken: Die Namen der Todesopfer von Parkland sind auf Kerzen geschrieben. Foto: Greg Lovett/Palm Beach Post via ZUMA Wire
Gedenken: Die Namen der Todesopfer von Parkland sind auf Kerzen geschrieben. Foto: Greg Lovett/Palm Beach Post via ZUMA Wire © Greg Lovett

Der 15-jährige Elijah Schneider aus New York nannte die Demonstration ein "historisches Ereignis" und verlangte mehr Sicherheit in den Schulen. "Etwas, das nichts mit Waffen zu tun hat. Wir brauchen etwas Besseres."

Nach Angaben der Organisatoren waren in den USA und anderen Ländern mehr als 800 Protestmärsche geplant. Auch in Berlin sollte eine Kundgebung stattfinden.

An der Spitze der Bewegung stehen Schüler der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland. Ein ehemaliger Mitschüler hatte dort Mitte Februar 17 Menschen mit einem Schnellfeuergewehr erschossen. Das Blutbad heizte die Debatte über das laxe US-Waffenrecht an, ohne dass bislang weitreichende Gesetzesänderungen beschlossen wurden.

AFP

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