Huthi-Rebellen im Jemen ignorieren Abkommen

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Ein Huthi-Rebelle mit einem Raketenwerfer in der Hauptstadt Sanaa. Foto: Abdulrahman Hwais

Sanaa (dpa) - Im Jemen belagern bewaffnete Huthi-Rebellen weiterhin den Präsidentenpalast und das Haus von Staatschef Abed Rabbo Mansur Hadi, obwohl am Mittwochabend ein Abkommen über ein Ende der Gewalt in Kraft getreten war.

Trotz dieser Vereinbarung halten die Huthis auch den Stabschef des Präsidenten den sechsten Tag in Folge gefangen, wie die jemenitische Informationsministerin Nadia Sakkaf am Donnerstag mitteilte.

Die Huthis hatten Ahmed Awad bin Mubarak am Samstag entführt, um eine Änderungen im Verfassungsentwurf zu erpressen. Im Kern geht es den Rebellen darum, sich einen größeren Einflussbereich im Land dauerhaft zu sichern.

Der Machtkampf zwischen Sunniten und Schiiten droht den Jemen immer mehr zu spalten. Jemens Ex-Präsident Ali Abdullah Salih, der nach Protesten Anfang 2012 sein Amt niederlegen musste, soll nach Berichten arabischer Fernsehsender die Huthi-Rebellen unterstützen. Die USA, Saudi-Arabien sowie andere Golfstaaten stehen an der Seite des sunnitischen Präsidenten Hadi. Die US-Regierung wirft der iranischen Führung vor, den schiitischen Glaubensbrüdern im Jemen Hilfe zu leisten.

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