Besonders viele Verstöße in Imbissbetrieben in Niedersachsen

Hygienemängel in jedem dritten Lokal

Hannover. In fast jedem dritten überprüften Restaurant und Imbissbetrieb in Niedersachsen haben Kontrolleure im vergangenen Jahr Hygienemängel festgestellt.

Dies sei eine deutliche Zunahme, die auf ein verschärftes Hingucken der Behörden zurückzuführen sei, sagte Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) am Freitag bei der Vorstellung des Verbraucherschutzberichts 2011.

Gert Lindemann

In der Gastronomie mangele es häufig an Problembewusstsein, sagte der Minister. Die Mehrzahl der Verstöße wurde in Imbissbuden festgestellt, aber auch in gehobenen Restaurants ist oft nicht alles tiptop. Besser schneiden Schnellrestaurant-Ketten ab. Probleme gibt es mit vorgekochtem Essen, nicht ordentlich gekühlten oder wegen zu langer Lagerung schlecht gewordenen Lebensmitteln.

Bei allen Kontrollen der kommunalen Behörden und des Landesamtes für Verbraucherschutz- und Lebensmittelsicherheit (LAVES) machten Hygieneverstöße mit 58 Prozent weiterhin den größten Anteil der Beanstandungen aus, so Lindemann. „Betrachtet man nur die Lebensmittelbetriebe, wurden im Vergleich zum Vorjahr 28 Prozent mehr Hygieneverstöße aufgedeckt.“ Logischerweise soll auch hier in Zukunft ein Schwerpunkt der Kontrollen liegen. Diese erfolgen nicht zufällig, sondern ihnen liegt eine Risikoabschätzung zu Grunde. Betriebe, die schon einmal aufgefallen sind und Probleme nicht in den Griff bekommen, werden häufiger kontrolliert als andere. Gesundheitsgefahr im Verzug war im vergangenen Jahr nur bei 31 der untersuchten Lebensmitteln. Bei fast 35 000 Proben aus mehr als 10 000 Betrieben gab es 5147 Beanstandungen – das entspricht einem Anteil von 15 Prozent. (lni)

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