Kidnapper lassen Deutschen in Nigeria wieder frei

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Gefährliches Pflaster: Baumaschinen der Firma Julius Berger bei einem Straßenbauprojekt in Nigeria. Foto: Michael Kappeler/Archiv

Abuja/Wiesbaden (dpa) - Ein in Nigeria gekidnappter Mitarbeiter einer Wiesbadener Baufirma ist wieder frei. Ob Lösegeld gezahlt wurde, wollte eine Sprecherin des Unternehmens Julius Berger nicht sagen. Einzelheiten zu der Befreiung des Deutschen im Südwesten Nigerias wurden ebenfalls zunächst nicht bekannt.

Der Mann war vor knapp einer Woche mit Kollegen im Bundesstaat Ogun von einer bewaffneten Bande überfallen worden. Ein Mitglied der Gruppe starb bei dem Zwischenfall. Der Deutsche hatte für ein Subunternehmen von Julius Berger gearbeitet.

Zwei weitere einheimische Beschäftigte der Baufirma sollen während des Überfalls verletzt worden sein. Die Männer waren in getrennten Fahrzeugen zu ihrer Arbeitsstelle im Ogbere-Steinbruch unterwegs, als sie angegriffen wurden.

Die nigerianische Polizei hatte bereits kurz nach der Tat Kontakt mit den Entführern und sprach von Lösegeldforderungen für die Freilassung des Mannes. Mitte Juli war bereits ein deutscher Lehrer im Nordosten Nigerias verschleppt worden.

Julius Berger betonte, dass die Arbeiten in Nigeria unter Einsatz eines detaillierten Sicherheitssystems durchgeführt werden und die Firma über eine langjährige Erfahrung in dem westafrikanischen Land verfüge. Die Geschäftsführung des Unternehmens ging daher davon aus, dass es sich bei dem Überfall um eine kriminelle Einzeltat handelte.

Die Baufirma ist seit 1965 in Nigeria im Einsatz. Derzeit arbeiten 600 Mitarbeiter in dem afrikanischen Land.

Unternehmensprofil Julius Berger

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