Innenminister Friedrich:

„Wir stehen im Fadenkreuz des islamistischen Terrors“

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Terrorwarnung: Bundesinneminister Friedrich sieht Gefahren für die Europäer.

Dublin - Nach dem Überfall islamistischer Terroristen auf ein Gasfeld in Algerien hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) vor der Terrorgefahr für Europäer gewarnt.

„Wir stehen im Fadenkreuz des islamistischen Terrors“, sagte Friedrich am Donnerstag beim Treffen der EU-Innenminister im irischen Dublin. Dies habe der Vorfall in Algerien wieder einmal bestätigt. „Die Bedrohungslage für Europa und auch für Deutschland ist immer hoch gewesen.“ Der Minister fügte hinzu: „Wir bleiben weiter wachsam.“ Nach seinen Informationen seien von dem Überfall in Algerien keine Deutschen betroffen.

Nach Friedrichs Worten geht die terroristische Gefahr vor allem vom Maghreb aus, also den Ländern in Nordwestafrika, zu denen Algerien, Libyen, Marokko und Mauretanien zählen. „Im Moment sehen wir ein Al-Kaida-Problem im Maghreb“, sagte der Minister. „Dies war ein Problem in den vergangenen Jahren und es wird ein Problem in der Zukunft sein.“ Nachdem der Norden von Mali von Islamisten eingenommen wurde, entstehe „dort natürlich ein Bedrohungspotenzial.“

Friedrich rief die europäischen Staaten dazu auf, gemeinsam gegen den Terrorismus zu kämpfen und eine Antwort auf den Vorfall in Algerien zu finden. „Wir brauchen Solidarität in Europa und der EU.“ Dazu gehörten auch enge Absprachen mit den Amerikanern.

Die EU-Innenminister sprachen am Rande ihres Treffens in Dublin über das Terrorismus-Thema. Bei der informellen Sitzung wurden keine Entscheidungen erwartet.

dpa

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