Spannungen vor Parlamentswahl

Irak: Schüsse auf Wahlkampfhelfer

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Wahlplakate in der irakischen Hauptstadt Bagdad.

Bagdad - Vor der Parlamentswahl im Irak wächst die Spannung in dem terrorzerrütteten Land: Am Dienstagabend schossen Extremisten auf Wahlkampfhelfer, als diese Plakate aufhängten.

Drei Wochen vor der Parlamentswahl im Irak hat eine Welle von Terroranschlägen die Hauptstadt Bagdad erschüttert. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen starben 21 Menschen, als am Vormittag Autobomben in mehreren Stadtvierteln detonierten. Die meisten Sprengsätze detonierten in Vierteln, die mehrheitlich von Schiiten bewohnt werden. Die Polizei zählte 55 Verletzte.

Ein Selbstmordattentäter starb in der nördlichen Stadt Tikrit, als seine Autobombe während einer Verfolgungsjagd mit der Polizei explodierte. Nach Polizeiangaben wurden fünf Zivilisten verletzt. Extremisten schossen am Dienstagabend auf einer Landstraße in der Provinz Salaheddin auf zwei Wahlkampfhelfer, die gerade dabei waren, Plakate für ihre Partei aufzuhängen.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurden die Angehörigen des Wahlkampfteams der Al-Watanija-Liste von Ex-Ministerpräsident Ijad Allawi verletzt. Die Angreifer konnten fliehen. Die Polizei geht davon aus, dass sie einem lokalen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida angehören.

Die Iraker sollen am 30. April ein neues Parlament wählen. Die Angehörigen der sunnitischen Minderheit und einige Schiiten-Parteien wollen eine dritte Amtszeit des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki verhindern. Allerdings ist die Terrorgefahr in vielen sunnitischen Siedlungsgebieten derzeit so groß, dass dort wahrscheinlich kaum jemand zur Wahl gehen wird.

dpa

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