99 irakische Flüchtlinge landen in Hannover

Hannover. Neue Hoffnung in Deutschland: 99 Flüchtlinge aus dem Irak sind am Dienstag auf dem Flughafen Hannover angekommen. Fast die Hälfte von ihnen ist jünger als 18 Jahre, wie das Bundesinnenministerium mitteilte.

Die Iraker, darunter viele Christen, waren infolge von Auseinandersetzungen in ihrer Heimat zunächst in die Türkei geflüchtet. Ursprünglich waren 101 Menschen erwartet worden. Aus gesundheitlichen Gründen mussten jedoch zwei Personen ihren Flug verschieben.

Nach ihrer Ankunft geht es für die Iraker zunächst in das Grenzdurchgangslager Friedland, von wo aus sie auf verschiedene Bundesländer verteilt werden. Lediglich sieben bleiben laut Innenministerium in Niedersachsen. „Wir sind froh, in Deutschland in Sicherheit zu sein“, sagte ein Familienvater unmittelbar nach der Ankunft auf dem Rollfeld vor Journalisten. Er hoffe, dass seine Kinder und Kindeskinder Deutschland irgendwann das zurückgeben könnten, was Deutschland ihnen jetzt gegeben habe.

Die Einreise der Iraker ist Teil des Ende 2011 von der Innenministerkonferenz vereinbarten Resettlement-Programms, welches die Aufnahme und Neuansiedlung von besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen aus dem Nahen Osten und Nordafrika vorsieht. Bis 2014 sollen auf diesem Weg 900 Flüchtlinge nach Deutschland kommen.

Zum Auftakt im vergangenen Jahr hatten Bund und Länder bereits 202 Personen aus dem Flüchtlingslager Shousha an der tunesisch-libyschen Grenze sowie 105 Iraker aus der Türkei aufgenommen. Für das laufende Jahr werden im Rahmen des Programms noch rund 200 Flüchtlinge aus Syrien in Deutschland erwartet. (dpa)

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