Kooperationsvertrag

Neues Abkommen: Iran und China wollen künftig enger zusammenarbeiten

Mohammad Javad Zarif (r), Außenminister des Iran, und sein chinesischer Amtskollege Wang Yi berühren sich mit den Ellenbogen nach der Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens.
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Mohammad Javad Zarif (r), Außenminister des Iran, und sein chinesischer Amtskollege Wang Yi berühren sich mit den Ellenbogen nach der Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens.

Am Samstag unterzeichneten die Außenminister Chinas und des Irans ein umfassendes Kooperationsabkommen. Das Treffen fand in Teheran statt.

Teheran - In Teheran haben der chinesische und iranische Außenminister ein umfassendes Kooperationsabkommen unterzeichnet. Die Laufzeit ist auf 25 Jahre ausgelegt. Das Staatsfernsehen berichtete über das Treffen Wang Yi und Mohammed Dschawad Sarif im Iran. Der Weg sei damit frei für Investitionen Chinas in Milliardenhöhe. Im Gegenzug will der Iran Öl zu günstigen Preisen liefern. Auch eine Zusammenarbeit auf militärischem Gebiet soll geplant sein.

Präsident Hassan Ruhani bezeichnete die Zusammenarbeit mit China* als strategisch. „Wir wollen China als einen großen Handelspartner des Irans“, so Ruhani laut Webportal des Präsidialamts in seinem Treffen mit Wang Yi am Samstag. Das Abkommen hatte Ruhani schon zuvor als ein strategisch wichtiges Projekt für Wirtschaftswachstum im Iran sowie Stabilität und Frieden in der Region eingestuft.

China und der Iran: Außenminister beider Länder unterzeichnen Kooperationsabkommen in Teheran

Der Iran steckt unter anderem wegen der 2018 von den USA verhängten Sanktionen* in einer akuten Wirtschaftskrise, die sich durch die Corona-Pandemie noch verschärft hat. Da auch der neue US-Präsident Joe Biden die Sanktionen kurzfristig nicht aufheben will, richtet sich die Regierung mehr nach China und Russland aus.

In der Bevölkerung kommt das Abkommen nicht gut an. Die Iraner hatten nach dem Wiener Atomabkommen von 2015 auf mehr Zusammenarbeit mit dem Westen gehofft. Auf den Märkten des Landes sind chinesische Waren wenig beliebt.(dpa/aka)*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Natalie Amiri arbeitete als Auslandskorrespondentin im Iran. Nun erscheint ihr erstes Buch. Von ihren faszinierenden und erschütternden Erlebnissen berichtet sie im Interview.

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