Iran: Kompromiss im Atomstreit?

Teheran - Vor Beginn einer neuen Runde der internationalen Atomgespräche in dieser Woche hat der Iran einen möglichen Kompromiss angedeutet. Wie der aussehen könnte:

Der Iran hat vor neuen Atomgesprächen Kompromissbereitschaft signalisiert. Der Direktor der iranischen Atomenergiebehörde, Ferejdun Abbasi, kündigte am Sonntag im Staatssender PressTV an, dass man nur noch für eine begrenzte Zeit Uran auf 20 Prozent anreichern werde. Dieses Uran solle gelagert und in den kommenden Jahren ein einem Forschungsreaktor in Teheran genutzt werden. Der Iran will nach den Worten von Abbasi kein Uran über 20 Prozent anreichern und damit kein waffenfähiges Material herstellen.

Die dritte Runde internationaler Atomgespräche soll am kommenden Samstag in Istanbul beginnen. Daran nehmen der Iran sowie die fünf Veto-Mächte des UN-Sicherheitsrates und Deutschland teil. Der Westen will nach Informationen der “New York Times“ bereits zu Beginn der Gespräche fordern, dass der Iran die Anreicherung von Uran auf 20 Prozent stoppt und alle Bestände sofort außer Landes schafft.

Auf 20 Prozent angereichertes Uran erhöht aus Sicht des Westens die Möglichkeit, binnen Monaten waffenfähiges Uran herzustellen. Für den Bau einer Atombombe müsste Uran auf deutlich mehr als 80 Prozent angereichert werden. Der Westen verdächtigt die Führung in Teheran, dass sie unter dem Deckmantel der zivilen Atomforschung Kernwaffen entwickelt. Der Iran bestreitet das.

Diese Länder haben Atomwaffen

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Die Atomgespräche sollen am Freitag in Istanbul beginnen.

dpa/dapd

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