Syrischer Bürgerkrieg

IS- und Raketenangriff erschüttern Damaskus - Zahlreiche Tote

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Dieses vom Syrischen Zivilschutz, genannt "Weißhelme", zur Verfügung gestellte Bild zeigt Mitglieder der Weißhelme, die ein Feuer löschen, nachdem es in der Gegend Luftangriffe gegeben hat.

Die syrische Hauptstadt erlebt seit Beginn des Bürgerkriegs die schwerste Angriffswelle des syrischen Bürgerkriegs. Am Dienstag forderten zwei Angriffe für zahlreiche Todesopfer. 

Damaskus  - Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben ein Gebiet bei der syrischen Hauptstadt Damaskus mit einem Überraschungsangriff erobert. Bei dem Sturm auf das Viertel Kadam wurden in der Nacht zum Dienstag der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge 36 Regierungskämpfer getötet. Dutzende weitere sind demnach verletzt oder werden vermisst. Die Terrormiliz berichtete in einer Stellungnahme ebenfalls über den Angriff auf das Viertel.

Der IS, der noch vor wenigen Monaten große Teile in Syrien und dem Irak kontrolliert hatte, ist dort als Territorialmacht so gut wie geschlagen. Allerdings sind die Extremisten nicht als Terrorgruppe besiegt. In den beiden Ländern befinden sich zahlreiche Zellen des IS, die noch immer Anschläge und Angriffe ausführen können.

Polizei: Raketenangriff tötet viele Menschen in Damaskus

Ein weiterer schwerer Angriff erschütterte am Dienstag die syrische Hauptstadt. Bei einem schweren Raketenangriff sind in Damaskus Sicherheitskräften zufolge viele Menschen getötet worden. 35 Zivilisten seien bei dem Beschuss eines Marktes am Dienstag ums Leben gekommen, sagte der Direktor eines örtlichen Krankenhauses der Deutschen Presse-Agentur. 40 Menschen seien zudem verletzt worden.

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana sagte, „Terroristen“ hätten die Rakete auf das Viertel Kaschkul abgefeuert. Als „Terroristen“ bezeichnen staatliche Medien auch die islamistischen Aufständischen in der nahen Rebellenhochburg Ost-Ghuta.

Ost-Ghuta erlebt seit rund einem Monat die schwerste Angriffswelle des syrischen Bürgerkriegs

Die syrische Regierung wirft Rebellen dort immer wieder vor, die syrische Hauptstadt mit Artillerie und Raketen anzugreifen und dabei Zivilisten zu töten. Die Region, die vor allem von Islamisten kontrolliert wird, erlebt seit rund einem Monat die schwerste Angriffswelle seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs. Dabei wurden Menschenrechtlern zufolge fast 1500 Zivilisten getötet. Mittlerweile haben Regierungstruppen den größten Teil Ost-Ghutas eingenommen.

Bei dem Angriff am Dienstag handelt es sich um einen der schwersten auf Damaskus, das von den Kräften von Präsident Baschar al-Assad kontrolliert wird. Die Hauptstadt gilt eigentlich als relativ gut gesichert.

dpa/kus

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