"Spiegel" beruft sich auf deutsche Ermittler

IS-Terrorist Denis Cuspert ist womöglich noch am Leben

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Das Pentagon bestätigte seinen Tod: Der deutsche IS-Terrorist Denis Cuspert

München - Ende Oktober hat das US-Verteidigungsministerium den Tod des IS-Terroristen Denis Cuspert alias Deso Dogg bestätigt. Doch deutsche Sicherheitsbehörden haben daran große Zweifel.

Lebt der deutsche IS-Extremist Denis Cuspert noch? Angeblich soll der Ex-Rapper, der unter dem Namen Deso Dogg bekannt wurde, am 16. Oktober bei einem Luftangriff der US-Streitkräfte in der Nähe der syrischen Stadt Rakka getötet worden sein. Jetzt berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise, dass Cuspert noch leben könnte.

Angeblich hätten hiesige Sicherheitsbehörden nach dem 16. Oktober ein Telefonat abgefangen, auf dem Cusperts Stimme identifiziert worden sein soll. Deshalb habe man "massive Zweifel" am Tod des IS-Terroristen, so das Nachrichtenmagazin weiter. Bereits in der Vergangenheit war er mehrfach für tot erklärt worden.

Vom Rapper zum gesuchten Terroristen

Cuspert wurde im Oktober 1975 als Sohn einer Deutschen und eines Ghanaers in West-Berlin geboren. 2002 begann seine kurze Karriere als Rapper unter dem Namen „Deso Dogg“. Er sei innerhalb der deutschsprachigen Hip-Hop-Szene bekannt gewesen, der große Durchbruch sei ihm aber nicht gelungen, schrieb der Verfassungsschutz.

Mitte 2012 reiste Cuspert zunächst nach Ägypten aus, ein halbes Jahr später zog er weiter nach Syrien. Er schloss sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an. Im September 2013 wurde er - offenkundig bei einem Luftangriff des syrischen Militärs - schwer am Kopf verwundet.

Cuspert hat unter dem Namen Abu Talha al-Almani in zahlreichen IS-Videos zu Gewalt aufgerufen und mit islamistischen Anschlägen gedroht. Er soll damit beauftragt gewesen sein, Deutsche für den IS zu rekrutieren.

mb/dpa

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