500 Islamfeinde bei Demo in Frankfurt erwartet

Gerhard Bereswill

Frankfurt. In Frankfurt könnte es am Samstag zu gewaltsamen Auseiandersetzungen kommen. Eine Gruppe von 500 bis zu 1000 Demonstranten der Pegida- und Hooligan-Szene hat sich angemeldet.

Das teilte die Polizei in Frankfurt mit. Es wird mit bis zu 10 000 Gegendemonstranten bei der um 13.30 Uhr beginnenden Demonstration gerechnet.

„Wir werden eine typische Rechts-Links-Auseinandersetzung in der Stadt haben mit mehr Brisanz als bei den bisherigen Pegida-Veranstaltungen“, sagte der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill. Angekündigt hat die Demo, die am Weltflüchtlingstag stattfindet, die rechte Gruppierung „Widerstand Ost West“ gegen „radikale Islamisierung und Faschismus in Deutschland“.

Der Veranstaltungsort ist noch nicht klar - die Stadt hatte die Demo aus der Innenstadt nach Fechenheim an den Stadtrand verlegt. Das Netzwerk „Widerstand Ost West“ möchte, dass auf dem zentralen Roßmarkt demonstriert wird - und erhielt jetzt vom Verwaltungsgericht recht, wie Sprecherin Gabriele Förster auf Anfrage bestätigte.

Die Stadt Frankfurt hat laut des Verwaltungsgerichtshof in Kassel bereits Beschwerde dagegen eingelegt. Die Entscheidung, wo die Demo stattfindet, wird also voraussichtlich heute entschieden. Die Presseabteilung der Stadt Frankfurt war auf HNA-Anfrage nicht zu erreichen.

Zur Gegendemo haben 30 Organisationen aufgerufen. Dazu gehören unter anderem das Römerbündnis und die Anti-Nazi-Koordination. Die Stimmung gilt nach Informationen der Polizei als aufgeheizt.

Bei der Organisatorin handelt es sich um Ester Seitz aus Bayern, die der Polizeipräsident als sehr aggressiv bezeichnet. Seit Wochen macht sie auf Veranstaltungen und auf ihrer Facebook-Seite Werbung für die Demo. „Gegen Missstände, für unser Vaterland“, heißt es unter anderem mit einem Verweis auf die Demo in Frankfurt.

Die Rednerliste weist laut Polizeipräsident Bereswill hingegen auf ein Umfeld hin, das sich eskalierend und aufhetzerisch verhalte.

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