Angeblich Reaktion auf Schüsse

Israel greift Stellungen der Hamas im Gazastreifen an

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Isrealische Panzer (Symbolbild)

Vor den geplanten Massenprotesten am Freitag im Gazastreifen hat Isreal eine Stellung der Hamas angegriffen. Angeblich war es nur eine Reaktion auf Schüsse.

Israelische Panzer haben in der Nacht zum Montag nach Armeeangaben Stellungen der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen angegriffen. Der Angriff erfolgte demnach als Reaktion auf Schüsse aus der Palästinenserenklave. Palästinensische Sicherheitsdienste teilten mit, zwei Beobachterposten der Essedin-al-Kassam-Brigaden, des bewaffneten Arms der Hamas, seien getroffen worden. Verletzt worden sei niemand.

Am Sonntagabend hatte Israel ein Dutzend Raketen seines radargesteuerten Systems zum Abfangen von Geschossen aus dem Gazastreifen aktiviert. Später stellte sich heraus, dass von dem Palästinensergebiet aus keine Raketen, sondern Schüsse abgefeuert worden waren.

Die israelische Luftwaffe hatte nach eigenen Angaben bereits in der Nacht zum Sonntag ein "Terrorziel" in einem Militärlager der Hamas in Rafah im südlichen Gazastreifen bombardiert. Zuvor hatten der Armee zufolge vier Palästinenser den Zaun an der Grenze zu Israel durchbrochen und Baugerät beschädigt, das für Arbeiten an den Grenzanlagen eingesetzt wurde. Die Angreifer seien dann in den Gazastreifen zurückgekehrt.

Geplante US-Botschaft sorgt für Spannungen

Für Freitag sind Massenproteste im Gazastreifen geplant. Die Bewohner sind aufgerufen, sich an einem Marsch zur israelischen Grenze zu beteiligen. Anlass ist der sogenannten Tag des Bodens. Mit ihm erinnern Palästinenser und arabische Israelis alljährlich an den 30. März 1976. Damals hatten israelische Sicherheitskräfte Proteste von arabischen Bauern gegen die Enteignung ihres Landes im Norden Israels gewaltsam niedergeschlagen. Dabei wurden sechs arabische Israelis erschossen.

Für Spannungen sorgt auch die für Mai geplante Einweihung der US-Botschaft in Jerusalem. Die Palästinenser betrachten den Ostteil der Stadt als Hauptstadt ihres angestrebten eigenen Staates und sind deshalb über die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen.

AFP

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