Um bei einer Hochzeit mitzufeiern

Palästinenser mit Kopfschuss hingerichtet: Israelischer Soldat vorzeitig aus Haft entlassen

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Der Soldat neben seiner Mutter aus Haft entlassen (Archivbild).

Der Fall hatte weltweit für Aufsehen gesorgt: Der israelische Soldat Elor Asaria wurde ursprünglich zum 18 Monaten Haft verurteilt, nun wurde diese Strafe erneut verkürzt.

Tel Aviv - Der wegen Totschlags an einem Palästinenser verurteilter israelischer Soldat ist am Dienstag vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Elor Asaria sei freigekommen, um an der Hochzeit seines Bruders teilnehmen zu können, berichteten israelische Medien. Ursprünglich sollte seine neunmonatige Haft erst am Donnerstag enden.

Der Kampfsanitäter hatte im März 2016 in Hebron einen am Boden liegenden verletzten palästinensischen Attentäter mit einem Kopfschuss getötet. Ein Mitarbeiter der israelischen Menschenrechtsorganisation Betselem filmte den Vorfall. Der Fall hatte weltweit für Aufsehen gesorgt und in Israel eine heftige Kontroverse ausgelöst.

Er war anfangs zu 18 Monaten Haft verurteilt worden, die Strafe wurde jedoch zweimal verkürzt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte sich mehrfach für eine Begnadigung des Ex-Soldaten ausgesprochen. Präsident Reuven Rivlin hatte ein Begnadigung jedoch abgelehnt. Asaria hatte nie Reue für seine Tat geäußert.

dpa

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