Israels Außenministerium kritisiert türkischen Regierungschef

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Eine Analyse des israelischen Außenministeriums wirft dem türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan Antisemitismus vor.

Jerusalem - Vorwurf des Antisemitismus: Eine Analyse des israelischen Außenministeriums über den türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan droht den gerade erst beigelegten Streit zwischen den beiden Ländern neu zu entfachen.

Der interne Bericht, der in Auszügen von der israelischen Zeitung “Haaretz“ veröffentlicht wurde, wirft Erdogan antisemitische Äußerungen vor. Erdogan trage zu einer “negativen öffentlichen Meinung“ über Israel bei, zitierte die Zeitung aus dem Ministeriumsbericht. Kritisiert wird in der Analyse unter anderem, dass Erdogan Israel während des Gaza-Kriegs wiederholt Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen habe, wie ein israelischer Regierungsbeamter der Nachrichtenagentur AP bestätigte. Überdies habe der türkische Regierungschef Sprüche wie “Juden können gut mit Geld umgehen“ fallen lassen, wobei er sich des antisemitischen Charakters solcher Äußerungen wohl nicht bewusst sei, heißt es in dem Papier.

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu wies die Kritik an Erdogan zurück. “Israel zu kritisieren, ist kein Antisemitismus“, sagte Davutoglu dem türkischen Sender NTV. Zwischen der Türkei und Israel war es erst vorletzte Woche zu Irritationen gekommen, weil der stellvertretende israelische Außenminister Danny Ajalon den türkischen Botschafter in Jerusalem einbestellt und öffentlich gedemütigt hatte. Die israelische Regierung hat sich mittlerweile für den Vorfall entschuldigt. Die Türkei ist der engste Partner Israels in der islamischen Welt.

DAPD

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