Polizeieinsatz auf Taksim-Platz

Istanbul: Wieder Tränengas bei Protesten

+
Protestanten geraten in Istanbul mit der Polizei aneinander

Istanbul - Auf dem Taksim-Platz in Istanbul ist es am Mittwoch erneut zu Zusammenstößen zwischen der türkischen Polizei und Demonstranten gekommen. Dabei kam auch Tränengas zum Einsatz.

Die türkische Polizei ist in Istanbul wieder mit Tränengas gegen 500 Demonstranten vorgegangen, die der Regierung auf dem zentralen Taksim-Platz die Stirn boten. Mindestens vier Menschen wurden laut Augenzeugen verletzt, als die Polizei am Mittwoch gewaltsam die Menschenmenge auf dem symbolträchtigen Platz auseinandertrieb. "Wir werden Widerstand leisten, bis wir gewinnen", riefen die Demonstranten. "Dies ist nur der Beginn, wir werden weiter kämpfen!"

Vom Gezi-Park am Rande des Taksim-Platzes waren im Juni die Proteste ausgegangen, die über Wochen hunderttausende Menschen gegen die islamisch-konservative Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan auf die Straße trieben. Die Proteste richteten sich zunächst nur gegen ein umstrittenes Stadtbauprojekt, dem der Park zum Opfer fallen sollte, wendeten sich angesichts des brutalen Einsatzes der Polizei und der unnachgiebigen Reaktion Erdogans bald aber auch gegen die Regierung. Fünf Menschen wurden bei den Unruhen getötet und mehr als 8000 verletzt.

AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.