Italien: Berlusconi will Präsident werden

+
Silvio Berlusconi will es offenbar noch einmal wissen

Rom - Italiens früherer Regierungschef Silvio Berlusconi treibt Pläne zu einer Direktwahl des italienischen Präsidenten voran und schließt dabei eine eigene Kandidatur nicht aus.

Bei einer Pressekonferenz am Freitag stellte der 75-jährige Medienzar und Politiker der PdL (Volk der Freiheit) zusammen mit Parteichef Angelino Alfano einen Reformplan vor, der im Wesentlichen ein Präsidentschaftssystem nach französischem Muster bedeuten würde.

Auf die Frage, ob er für den Posten des Staatspräsidenten bereit stünde, antwortete Berlusconi: “Ich werde das tun, wenn meine Partei mich darum bittet.“ Es habe keine Ambitionen auf das Amt, aber es gebe Verantwortlichkeiten, über die man nicht hinweggehen könne. Die vorgeschlagene Reform würde Italien stärken, mit der Wirtschaftskrise zurechtzukommen.

Die Amtszeit von Staatspräsident Giorgio Napolitano läuft 2013 aus. Das Staatsoberhaupt wird in Italien vom Parlament gewählt.

Berlusconi war im November 2011 nach diversen Skandalen als Regierungschef zurückgetreten. Die PdL (Volk der Freiheit) hatte bei Teilkommunalwahlen in insgesamt 1000 Städten und Gemeinden im Mai - dem ersten Urnengang nach dem Rücktritt - eine Schlappe erlitten.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.