Knapp 150 Menschen gerettet

„Stau“ vor Italiens Küste: Drei Rettungsschiffe warten auf einen sicheren Hafen 

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Migranten von „Alan Kurdi“ durften Anfang August an Land.

Die Rettungsschiffe „Alan Kurdi“, „Eleonore“ und „Mare Jonio“ haben derzeit insgesamt etwa 150 Gerettete an Bord. Sie warten vor Lampedusa und Malta auf die Erlaubnis anzulegen. 

Rom - Das deutsche Rettungsschiff „Alan Kurdi“ hat im Mittelmeer 13 Migranten aufgenommen. Am Samstag sei ein überladenes Holzboot mit Tunesiern entdeckt worden, die auf dem Weg zur italienischen Insel Lampedusa gewesen seien, sagte der Sprecher der Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye, Gorden Isler, der Deutschen Presse-Agentur. Das Boot sei in einem schlechten Zustand gewesen. „Es wäre verantwortungslos gewesen, die Menschen in dieser Situation zu belassen.“

Die Rettung habe in maltesischen Gewässer stattgefunden, weshalb Malta für die Koordinierung zuständig sei, sagte Isler. Das Schiff würde nun in Richtung Lampedusa fahren, weil die Insel der nächste sichere Ort sei.

Rettung im Mittelmeer: Flüchtlinge vor der Küste Europas

Damit warten nun drei Rettungsschiffe privater Organisationen mit Migranten an Bord auf dem Mittelmeer darauf, einen sicheren Hafen anlaufen zu dürfen. Neben der „Alan Kurdi“ betrifft das auch die „Eleonore“ des deutschen Kapitäns Claus-Peter Reisch mit 100 Menschen an Bord. Sie war am Samstag in der Nähe von Malta. Vor Lampedusa steht die „Mare Jonio“ der italienischen NGO Mediterranea Saving Humans mit etwa 30 Migranten an Bord. Italien hatte den Schiffen die Einfahrt verweigert. Das Schiff „Mare Jonio“ war erst Anfang August aus einer Beschlagnahmung durch Italien wieder freigegeben worden. 

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