Jäger empört über Bremer Waffensteuer

Moringen. Als Enteignung und soziale Auslese bezeichnete der Präsident des 245.000 Mitglieder starken Deutschen Jagdschutz-Verbandes (DJV), der Göttinger CDU-Bundestagsabgeordnete Hartwig Fischer, Pläne in der Hansestadt Bremen, eine Steuer von 300 Euro pro Waffe zu erheben.

Jagd sowie Schießsport in Schützenvereinen könnten sich bei Einführung dieser Abgabe nur noch Reiche leisten, empörte sich Fischer am Wochenende vor rund 150 Jägern in Moringen. Dies gelte auch, wenn Jäger eine Befreiung für zwei Langwaffen erhalten sollten. Für verschiedene Jagdarten seien unterschiedliche Waffen und Kaliber erforderlich. Er forderte dazu auf, die Internet-Petition des DJV gegen die Erhebung einer Waffensteuer zu unterstützen.

Bleifreie Munition

Zur aktuelle Diskussion um die Einführung bleifreier Munition in Niedersachsen forderte Fischer, folgende Fragen müssten zuvor beantwortet werden: Ist mit bleifreier Munition der tierschutzgerechte Tod gewährleistet? Ist sie toxikologisch unbedenklich für Mensch, Natur und Tiere? Ist die Sicherheit gewährleistet? Und: Sind Belastungen für Vielverzehrer von Wildfleisch ausgeschlossen?

Wald und Wild gehörten zusammen und seien Garant für die Artenvielfalt, sagte Fischer zur Debatte „Wald vor Wild“. Jüngste Umfragen hätten ergeben, dass 80 Prozent der Bevölkerung die Jagd für notwendig halten. (zhp)

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