Nach Unfall auf der A5: Jagdpächter zieht Anzeige gegen Ramsauer zurück

Alsfeld. Ziel erreicht, Vorstoß beendet: Ein Jagdpächter hat seine Strafanzeige gegen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer zurückgezogen. Grund für die Anzeige war ein Wildunfall auf der A5, bei dem ein Mann aus Vellmar und Angehörige von BG-Göttingen-Spielmacher Marco Grimaldi ums Leben kamen.

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Der Anlass bestehe nicht mehr, der dringend geforderte Wildschutzzaun werde errichtet, sagte Jagdpächter Gerhard Keil am Donnerstag zur Begründung. Er bestätigte entsprechende Medienberichte. Der ehemalige hessische Landtagsabgeordnete hatte mit seiner Aktion auf den Fall aufmerksam machen wollen. Ende Oktober waren drei Menschen bei einer Karambolage gestorben, nachdem ein Wildschwein auf die A5 gelaufen war.

Keil sagte, dass er Minister Ramsauer in einem Brief seine Beweggründe geschildert habe: „Es ist schlimm, dass man zu solchen Maßnahmen greifen muss, um etwas zu bewegen. Ich kritisiere die Ignoranz der untergeordneten Behörden.“ Der Jagdpächter hat nach eigener Aussage bereits seit Jahren auf die Gefahren durch fehlende oder nicht gewartete Wildschutzzäune hingewiesen. Vor wenigen Tagen reagierte dann die Verkehrsbehörde in Schotten und kündigte den Aufbau der Schutzvorrichtung an der A5 an.

Keil sagte, ihm sei klar gewesen, dass seine Anzeige höchstwahrscheinlich abgeschmettert werden würde. „Es ist mir ja schon in jüngster Vergangenheit signalisiert worden, dass es keinen Rechtsanspruch auf Wildzäune gebe.“ Die Staatsanwaltschaft Gießen hatte nach Eingang der Anzeige angekündigt, den möglichen Vorwurf der fahrlässigen Tötung prüfen zu wollen. (dpa)

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