Jahrestag des Mubarak-Sturzes: Festnahmen

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Ein Foto aus Kairo vom Samstag

Kairo - Am Jahrestags des Sturzes des einstigen Machthabers Husni Mubarak haben die Sicherheitskräfte am Samstag einen australischen Journalisten und eine Studentin aus den USA festgenommen.

Sie sollen Ägypter bestochen haben, sich an dem Generalstreik zu beteiligen. Bewohner der Stadt Mahalla al Kobra im Norden des Landes hätten der Polizei gemeldet, dass die Ausländer Geld verteilten, um die Menschen zur Teilnahme an den Protesten gegen den regierenden Militärrat zu bewegen, hieß es aus Sicherheitskreisen. Neben dem Australier und der Amerikanerin sei auch ihr ägyptischer Führer in Gewahrsam genommen worden.

Sie würde gemeinsam mit dem freiberuflichen Journalisten Austin Mackell an den Militärgeheimdienst überstellt, schrieb die Studentin Aliya Alwi im Kurznachrichtendienst Twitter. “Gegen uns liegen Berichte vor. Mehrere Zeugen sahen uns, 'wie wir Geld an Jugendliche verteilten, damit sie randalieren und Chaos verbreiten'“, schrieb die Studentin der Amerikanischen Universität in Kairo.

Zuvor hatten Aktivisten zu einem Streik im Universitätssektor und zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, wie der arabische Nachrichtensender Al Dschasira auf seiner Website berichtete. In einer Reaktion kündigte der Vorsitzende des Militärrats, Hussein Tantawi, eine landesweite Verstärkung der Truppenpräsenz an. Vor dem Streik war es bereits zu einer Reihe von Protesten gegen den Militärrat gekommen. Die Demonstranten fordern noch vor der für Juni geplanten Präsidentschaftswahl eine Machtübergabe an das Parlament oder eine zivile Regierung.

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Die herrschenden Generäle hatten in der Vergangenheit immer wieder “ausländische Kräfte“ für die Unruhen im Land verantwortlich gemacht. Am Samstag traf US-Generalstabschef Martin Dempsey Medienberichten zufolge mit Vertretern des regierenden Militärrats in Ägypten zusammen. An den Gesprächen über Sicherheitspolitik habe neben Feldmarschall Hussein Tantawi auch Dempseys Amtskollege Generalleutnant Sami Anan teilgenommen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur MENA.

Im Mittelpunkt der Gespräche habe “die strategische Partnerschaft zwischen Washington und Kairo“ gestanden. Nach der Anklageerhebung gegen 16 Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen aus den USA hatten sich die Beziehungen zwischen Ägypten und den USA verschlechtert. Die Angelegenheit werde bei Dempseys Besuch in Kairo zur Sprache gebracht, hieß es zuvor aus dem Pentagon.

dapd

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