Jens Beutel (SPD): Darum trete ich zurück

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Jens Beutel tritt nach vier Jahren als Mainzer Oberbürgermeister zurück

Mainz - Oberbürgermeister Jens Beutel (SPD) tritt nach vier Jahren Amtszeit zurück. Aufgrund eines Vorfalls während einer Afrikareise geriet er immer häufiger in Kritik.

Der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel (SPD) hat nach dem Wirbel um eine nicht bezahlte Getränkerechnung während einer Afrikareise Konsequenzen gezogen und seinen Rücktritt erklärt. Mit Rücksicht auf seine Familie und die politische Gestaltungsfähigkeit in der Stadt sei er zum Schluss gekommen, dass ihm eine weitere Arbeit an der Spitze der Stadt nicht länger möglich sei, teilte Beutel in einer schriftlichen Erklärung mit. Der 65-Jährige hatte in einem Hotel in Ruanda seine Getränke an der Bar nicht bezahlt. Später entschuldigte er sich dafür, kam aber nicht aus der Kritik heraus.

Kritik an Beutels Verhalten

Er habe sich entschlossen, zum 1. Januar 2012 in den Ruhestand zu gehen, teilte der SPD-Politiker mit. Seine reguläre Amtszeit wäre erst im Mai 2013 zu Ende gegangen. Beutel ist seit 1997 Oberbürgermeister von Mainz.

Ihm sei “durchaus bewusst, dass ich in diesen Tagen Kritik an meinem Verhalten geradezu herausgefordert habe“, erklärte der Mainzer OB. “Mehr als vierzehn Jahre habe ich meine Stadt geführt und mit vielen Entscheidungen dazu beigetragen, Mainz voranzubringen.“ Seine Amtszeit habe im Stadtbild und im Leben der Stadt prägende Spuren hinterlassen.

Strafbefehl wegen Untreue

Beutel war auch wegen anderer Affären in die Kritik geraten. Als Aufsichtsratsmitglied der Überlandwerke Groß-Gerau GmbH (ÜWG) reiste er 2004 zusammen mit der Firmenspitze für vier Tage auf die italienische Insel Capri. Das Amtsgericht Mainz erließ deshalb vor etwa einem Jahr einen Strafbefehl wegen Untreue über 9600 Euro. Weitere Ermittlungen gegen Beutel als ehemaligen Aufsichtsratschef der in finanzielle Schieflage geratenen Mainzer Wohnbau GmbH wegen Vorteilsannahme und Untreue wurden im vergangenen Jahr eingestellt.

dpa

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