„Warum schickst du Frauen in die Hölle ...?“

Oben-Ohne-Femen attackieren Gesundheitsminister Spahn - der kontert trocken mit seiner Orientierung

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wurde auf der Bühne plötzlich attackiert.

Bei einem Auftritt von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) stürmten nackte Femen-Aktivistinnen die Veranstaltung. Er konterte mit einem coolen Spruch.

Meldorf - Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) war am Freitagabend, den 12. April, bei der Jungen Union Dithmarschen zum „Mehlbeutelessen“ eingeladen. Der Politiker wurde als „bekanntester Ehrengast der letzten Jahre“ angekündigt.

Es waren aber auch andere zu Gast, mit denen niemand gerechnet hatte. Zwei Aktivistinnen der internationalen Frauenrechtsgruppe „Femen“ stürmte „oben ohne“ in den Saal, bewarfen Spahn mit Zetteln und sangen eine veränderte Version des Party-Klassikers „Wahnsinn“ von Wolfang Petry: „Das ist ‚Spahnsinn‘. Warum schickst du Frauen in die Hölle? Eiskalt sind dir Frauen-Themen egal. Das ist ‚Spahnsinn‘. Du spielst mit unseren Gefühlen!“

Nach Femen-Attacke: Jens Spahn bleibt ruhig und kontert trocken

Auf ihre nackten Oberkörper hatten sie die Sprüche „Mein Bauch gehört mir“ und „My Body my Choice“ geschrieben. Zwei Sicherheitskräfte versuchten die Frauen aus dem Saal zu bringen und hatten dabei sichtlich Schwierigkeiten.

Der bekanntlich homosexuelle Jens Spahn blieb währenddessen ruhig und konterte trocken: „Bei mir kommt ihr mit Ausziehen nicht soweit. Das bringt bei mir nichts.“ Das Publikum applaudierte und lachte laut.

Spahn-Attacke: Abtreibungs-Paragraf Grund für Femen-Protest

Der Grund für den Protest ist eine Studie, die der CDU-Mann in Auftrag gegeben hatte. Die Studie soll von 2020 bis 2023 die „Häufigkeit und Ausprägung seelischer Folgen von Schwangerschaftsabbrüchen“ untersuchen. Die Kosten belaufen sich auf fünf Millionen Euro. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

Die Femen-Gruppe hatte ein Video der Aktion auf ihrem Facebook-Account veröffentlicht. Sie fordern in dem Post die Paragrafen 219a und 218 aus Strafgesetzbuch zu streichen. Der Paragraf regelt, inwiefern über Abtreibungen informiert werden darf. Die SPD hatte vor den Paragrafen abzuschaffen. Die CDU wollte ihn so belassen, wie er ist.

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md

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