Tatsächliche Zahlen sollen höher sein

Jetzt offiziell: eine Million Flüchtlinge registriert

+
Jetzt  wurde offiziell die Zahl genannt, dass in diesem Jahr bisher rund eine Million Flüchtlinge in Deutschland registriert wurden.

München - Drei Wochen vor Jahresende ist die lange erwartete Zahl von einer Million Flüchtlinge in Deutschland offiziell erreicht. Der Zustrom sprengt alle Prognosen. 

So viele Asylbewerber seien vom ersten Januar bis Dienstag im Erstaufnahme-System „Easy“ registriert und anschließend deutschlandweit untergebracht worden, erklärte Sozialministerin Emilia Müller (CSU) in München. Allein im November seien es mehr als 200 000 neu registrierte Asylbewerber gewesen.

„Wir brauchen nun dringender denn je eine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen, denn Deutschland kann diese Zugänge dauerhaft nicht länger schultern“, sagte Müller. Eine Million Easy-Registrierungen bedeute für Bayern, dass rund 153 000 Asylbewerber im Freistaat aufgenommen, medizinisch untersucht, versorgt und untergebracht werden müssten. „Das sind mehr Menschen als beispielsweise in Heidelberg leben“, sagte Müller.

Unter Fachleuten ist umstritten, wie genau das Easy-System die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland widerspiegelt. Manche Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch höher sind, da es wegen der Überlastung der Behörden inzwischen Wochen dauern kann, bis ein Flüchtling registriert wird. Andere glauben, dass die Zahlen niedriger sind, da Mehrfachregistrierungen ebenfalls vorkommen.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.