Angeblich starkes Übergewicht

Job-Absage wegen Kleidergröße 42: Klägerin verlangt Schadenersatz

Darmstadt. Das Arbeitsgericht Darmstadt befasst sich am Donnerstag mit der Klage einer Bewerberin, die eine Stelle angeblich nicht bekommen hat, weil sie zu dick ist. Die Frau Anfang 40 verlangt laut ihrem Anwalt Klaus Michael Alenfelder eine Entschädigung von 30.000 Euro.

Die Ablehnung verstoße gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Die Frau hatte sich als Geschäftsführerin eines Gesundheitsverbands beworben. Ihr potenzieller Arbeitgeber habe ihr nach einem Gespräch mitgeteilt, sie werde wegen ihrer Körperfülle nicht genommen, sie sei zu dick, sagte der Anwalt. Die Klägerin habe die Kleidergröße 42. Der Verband will sich nicht äußern. „Wir wollen in einem laufenden Verfahren keine Auskunft geben“, sagte eine Sprecherin.

Nachfrage per E-Mail 

Dem „Spiegel“ hatte die Klägerin geschildert, dass sich nach einem Vorstellungsgespräch ein Vorstandsmitglied per E-Mail nach dem Grund für ihre Körperfülle erkundigt habe. Sie habe sich gedemütigt gefühlt, immerhin passe sie in Größe 42 und habe sich nicht bei „Germany´s Next Topmodel“ beworben.

Das Vorstandsmitglied erklärte dem Spiegel, es habe sich um ein privates Gespräch gehandelt. Man habe sich aber durch das Bewerbungsfoto getäuscht gesehen darüber, welches starke Übergewicht die Frau aufweise. (dpa/coe)

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ ZB

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