Harter Kurswechsel

Joe Biden schickt deutliche Botschaft an Wladimir Putin: Bomber nach Norwegen entsendet

Joe Biden will künftig härter mit Russland und Wladimir Putin ins Gericht gehen. Die Stationierung von Bombern in Norwegen scheint ein erster Schritt zu sein.

  • US-Präsident Joe Biden schickt mehrere Bomber nach Norwegen.
  • Die militärische Präsenz soll Aggressionen aus Russland entgegenwirken.
  • Der Kreml und Wladimir Putin haben bislang nicht auf die Aktion reagiert.

Washington - In seiner ersten außenpolitischen Rede hat der neue US-Präsident Joe Biden den internationalen Verbündeten die Rückkehr zu einer engen Zusammenarbeit versprochen. „Amerika ist zurück. Die Diplomatie ist zurück“, so Biden am Donnerstag (04.02.2021) bei einer Ansprache im US-Außenministerium in Washington.

Weiter hieß es, dass die Amerikaner ihre „Bündnisse wieder aufbauen“ wollen, die der vorherige US-Präsident Donald Trump in seiner vierjährigen Amtszeit untergraben hatte. Gleichzeitig habe er dem russischen Präsidenten Wladimir Putin klargemacht, dass man in Zukunft einen härteren Kurs fahren wolle. Man habe Putin klargemacht, dass „die Tage vorbei sind, in denen die USA angesichts von Russlands aggressiven Handlungen, der Einmischung in unsere Wahl, Cyber-Angriffen und der Vergiftung der eigenen Bürger, kuschen“.

Trotz Abrüstungsvertrag mit Putin: Joe Biden entsendet Bomber Richtung Russland

Trotz dieser Ankündigung, betonte Joe Biden, dass die Vereinigten Staaten auch bereit sind, mit Rivalen diplomatisch zu arbeiten - zumindest wenn dies im Interesse ihrer Sicherheit sei. Deshalb habe er der Verlängerung des atomaren Abrüstungsvertrags „New Start“ mit Russland zugestimmt.

Könnten die angespannten Verhältnisse zwischen den USA und Russland eskalieren? US-Präsident Joe Biden möchte Wladimir Putin künftig häufiger die Stirn bieten. (Symbolfoto)

Seinen mahnenden Worten ließ der neue US-Präsident jedoch gleich Taten folgen: Wie der amerikanische Nachrichtensender CNN berichtet, senden die USA mehrere Bomber des Typs B-1 nach Norwegen, um so schneller auf mögliche russische Aggressionen gegenüber westlichen Bündnispartnern reagieren zu können. Wie Wladimir Putin darauf reagiert, bleibt abzuwarten.

Joe Biden reagiert auf russische Aggressionen - Putin will „Normalisierung der Beziehung“

Erst kürzlich hatte ein unnötig naher Überflug eines russischen Kampfjets über einen US-Flugzeugträger im Schwarzen Meer für reichlich Unmut bei den Amerikanern gesorgt. Die US-Navy ließ daraufhin verlauten, dass das Zusammentreffen nicht internationalen Normen und Standards entspreche. Die USA hatten bereits in den vergangenen Monaten B-52-Bomber im Nahen Osten stationiert, um in möglichen Krisenregionen präsenter zu sein. Dies geschah allerdings noch unter dem ehemaligen Präsident Donald Trump und nicht unter Joe Biden.

Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, habe Joe Biden schon Ende Januar mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin* telefoniert und dabei bekräftigt, dass man den Kurs gegenüber Russland künftig ändern wolle. Auch mögliche Cyberangriffe von russischer Seite und die Inhaftierung des Oppositionellen Alexej Nawalny sollen thematisiert worden sein. Der Kreml machte dazu keine Angaben, allerdings hieß es, dass Putin auf eine „Normalisierung der Beziehung zu den USA“ hinarbeite. (Nail Akkoyun) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Alexander Zemlianichenko/dpa

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