Wetter-Experte ist sprachlos

„Erbärmlich und neue Dimension von Skrupellosigkeit“: Kachelmann attackiert Merkel-Sprecher Seibert direkt

Kachelmann schießt gegen Regierungssprecher Seibert
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Kachelmann schießt gegen Regierungssprecher Seibert

Wetter-Experte Kachelmann platzt wegen eines Twitter-Posts von Regierungssprecher Steffen Seibert der Kragen. Er erhebt schwere Vorwürfe. 

  • In einem Tweet verbuchte Regierungssprecher Steffen Seibert gesunkene Stickstoffdioxid-Belastung als Erfolg der Umweltpolitik.
  • Diese Aussage brachte Wetter-Experte Jörg Kachelmann in Rage.
  • Auf Twitter wetterte er heftig über den Regierungssprecher und erklärte den Grund für seine Wut.

Berlin - Nachrichten über verbesserte Luftqualität sollten üblicherweise auch bei Wetter-Experten ein Grund zur Freude sein. Doch eine dementsprechende Statistik, die Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch über seinen Twitter-Account veröffentlicht, führte bei Jörg Kachelmann eher zum gegenteiligen Effekt: Den Wettermann versetzte der Tweet so in Rage, dass er seinem Ärger mit einem Konter-Post Luft machen musste.

Jörg Kachelmann wütet bei Twitter gegen Merkel-Sprecher Steffen Seibert 

Die von Seibert via Twitter veröffentlichte Statistik zeigte, dass die Stickstoffdioxid-Belastung in Städten und an verkehrsnahen Messstationen von 2018 auf 2019 abgenommen hat. „Die Umwelt- und Verkehrspolitik von Bund, Ländern und Kommunen wirkt!“, kommentierte Seibert diese Entwicklung. Weiter betonte er, dass saubere Luft wichtig sei für Gesundheit und Lebensqualität. Da würde Kachelmann bestimmt mitgehen, doch dass Seibert die im Vergleich zum Vorjahr gesunkene Stickstoffdioxid-Belastung als Erfolg der Bundespolitik verbucht, macht den Wetter-Experten offenbar fassungslos

Video: Auch die bayerischen Behörden sprechen von Verbesserung

Um ernsthaft Trends bei der Luftreinhaltung feststellen zu wollen, müsse man die Entwicklung über zehn Jahre hinweg ansehen, schreibt Kachelmann bei Twitter. Beim Vergleich von Einzeljahren sehe man nicht die Schadstoffentwicklung, sondern vielmehr die Tage mit ausbreitungsarmen Wetterlagen. „Die war 2019 sehr gering“, schrieb Kachelmann weiter. Dann holte er zum verbalen Schlag gegen Seiberts Posting aus. „Dass Wetter als Erfolg von Politik verkauft wird, ist erbärmlich“, findet Kachelmann. Und er setzt noch eins drauf: Eine rein meteorologisch bedingte Senkung der Schadstoffwerte als Erfolg von Politik zu verkaufen sei „eine neue Dimension von Skrupellosigkeit“

Kachelmann macht seinem Ärger über Seiberts Tweet Luft - die User danken es ihm

Dieses Vorgehen mache Kachelmann „fast sprachlos“ - aber doch nur fast. Seinem Ärger angesichts Seiberts Tweet machte er trotz drohender Sprachlosigkeit bei Twitter Luft - viele User des sozialen Netzwerks danken es ihm in den Kommentaren. Andere steigen in die Kritik an der Politik mit ein. „Ist halt Betrug am Wähler, oder anders formuliert: man verkauft die Wähler für dumm“, beschwert sich ein Nutzer. Ein anderer User schreibt: „Insbesondere das mit 2018 zu vergleichen, wo durch die Betonhochs quasi nie Wind oder Regen war, ist schon ziemlich frech.“ Seibert hat sich zu den Vorwürfen bislang noch nicht öffentlich geäußert. 

Übrigens: Nicht nur Steffen Seiberts Post brachte Jörg Kachelmann in letzter Zeit in Rage. Auch bei einer Diskussion ums Wäschetrocknen teilte der Wetter-Experte auf Twitter ordentlich aus.

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