Johann-Dietrich Wörner wird Chef der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA

Vom Nutzen der Raumfahrt überzeugt: Johann-Dietrich Wörner (60). Foto:dpa

Vom Chefsessel der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt auf den Stuhl des Generaldirektors der ESA in Paris: Der in Hofgeismar aufgewachsene Wissenschaftler Johann-Dietrich Wörner (60) macht weiter Karriere.

Für die Raumfahrt hat er sich schon als Junge interessiert, hat dann aber doch einen im wahrsten Sinne des Wortes eher bodenständigen Weg eingeschlagen: Johann-Dietrich Wörner (60), geboren in Kassel und aufgewachsen in Hofgeismar, wo er an der Albert-Schweitzer-Schule Abitur machte, studierte zunächst einmal Bauingenieurwesen in Berlin und Darmstadt. Seine Jugendträume holten ihn beruflich erst 2007 ein, als er Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wurde. Nun wird der Nordhesse im Juli 2015 für vier Jahre Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA mit Sitz in Paris. Wörner tritt wird Nachfolger von Jean-Jacques Dordain.

Selbst ist er zum eigenen Bedauern nie im All gewesen, doch ließ er es sich nicht nehmen, den deutschen Astronauten Alexander Gerst kürzlich persönlich nach dessen Rückkehr von der Raumstation ISS in Schottland abzuholen. Dass die Forschung im All der Menschheit, insbesondere der medizinischen Forschung nutzt, Steuergelder dafür deshalb auch gut angelegt sind, davon ist er überzeugt.

Bevor Wörner zur DLR stieß, war er ab 1995 Präsident der Technischen Hochschule Darmstadt. Der vielfach ausgezeichnete Wissenschafter, mit Ehrendoktorwürden weltweit ausgestattet, engagiert sich aber auch regional: Seit der Gründung im Jahr 2000 leitet er das Regionale Dialogforum zum Ausbau des Frankfurter Flughafens, das für die Region die Umsetzung der Mediationsergebnisse überwacht hat und nun den Dialog zwischen Region und Luftverkehrswirtschaft in gang halten soll. Eine Aufgabe, der sich der sympathische, nicht ganz uneitle Wissenschaftler gerade in den Hochzeiten des Protestes gegen den Ausbau mit viel Fingerspitzengefühl gewidmet hat.

Den Kontakt zu Hofgeismar hält der Vater dreier Kinder. Sein Bruder und die Eltern seiner Frau, der Cellistin Gunilda Wörner, leben dort.

Von Petra Wettlaufer-Pohl

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