John Edwards wegen Sexaffäre vor Gericht

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Der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat John Edwards

Washington - Der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat John Edwards muss sich seit Montag wegen einer Sexaffäre vor einem Gericht im Bundesstaat North Carolina verantworten.

Der 60-Jährige ist angeklagt, im Vorwahlkampf der Demokraten 2008 illegal umgerechnet 750.000 Euro an Spendengeldern abgezweigt zu haben, um seine von ihm schwangere Geliebte vor der Öffentlichkeit zu verstecken und ihre Arztrechnungen zu begleichen.

Politiker und ihre Affären

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Edwards hat sich bereits vor dem Verfahren in Greensboro für nicht schuldig erklärt. Er habe zwar Fehler gemacht, aber niemals das Gesetz gebrochen. Insgesamt liegen nach Angaben des Justizministeriums in Washington sechs Anklagepunkte gegen den Demokraten vor - unter anderem geht es um Veruntreuung von Spendengeldern und Falschaussage. Im Fall eines Schuldspruchs drohen Edwards, der vor seiner politischen Karriere als Anwalt gearbeitet hat, 30 Jahre Haft.

Der Präsidentschaftsbewerber des Jahres 2008, der später gegen Barack Obama ausschied, hatte die Affäre mit einer Videofilmerin in seinem Kampagnen-Team. Rielle Hunter hatte kurz darauf ihr gemeinsames Kind bekommen. Die Ehefrau des demokratischen Politikers, Elizabeth Edwards, erlag 2010 einem Krebsleiden.

dpa

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