Kim Jong Ils Leichnam in Glassarg aufgebahrt

Pjöngjang - Das nordkoreanische Fernsehen hat Standbilder vom Leichnam des verstorbenen Kim Jong Il gezeigt. Er liegt auf einem Meer von Blumen.

In Pjöngjang nahmen der als Machtnachfolger aufgebaute Sohn von Kim Jong Il, Kim Jong Un, und andere Mitglieder des Regimes Abschied von dem gestorbenen Diktator. Das Staatsfernsehen zeigte Bilder von einem mit roten Blumen umgebenen Glassarg, in dem der Leichnam Kims aufgebahrt wurde. Dieser trug demnach seine charakteristische khakifarbende Uniform. Der Leichnam soll sich im Kumsusan-Palast in der Hauptstadt Pjöngjang befinden.

Das Staatsbegräbnis für Kim, der 17 Jahre lang sein Land mit eiserner Faust regiert hatte, soll am 28. Dezember sein.

Versönliche Geste

Lesen Sie dazu:

Hysterische Trauer um Kim Jong Il

Hat Kims Sohn das Zeug zum Despoten?

Trotz der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hat auch Südkoreas Regierung den Menschen des Nachbarlands ihr Mitgefühl ausgesprochen. Die Regierung werde zwar keine offizielle Trauerdelegation nach Pjöngjang entsenden, sagte Vereinigungsminister Yu Woo Ik am Dienstag in Seoul. Man werde jedoch unter anderen Angehörigen des früheren südkoreanischen Präsidenten Kim Dae Jung erlauben, nach Nordkorea zu reisen. Kim Jong Il hatte 2009 nach dem Tode Kim Dae Jungs eine Beileidsdelegation nach Seoul geschickt. Die beiden Kims hatten im Juni 2000 beim ersten innerkoreanischen Gipfeltreffen in Pjöngjang Gespräche über eine Annäherung und engere Zusammenarbeit geführt. Die nordkoreanischen Staatsmedien hatten am Montag mit zweitägiger Verspätung berichtet, dass Kim Jong Il am Samstag im Alter von 69 Jahren während einer Bahnfahrt an einem Herzinfarkt gestorben sei.

Kim Jong Il: Der rätselhafte Despot

Kim Jong Il: Der rätselhafte Despot

Südkoreas Vereinigungsminister kündigte außerdem an, christliche Gruppierungen zu bitten, ihre Pläne zur Aufstellung großer Leuchtinstallationen in Form von Weihnachtsbäumen an der Grenze fallenzulassen. Das kommunistische Nordkorea hatte diese geplanten Aktionen als Teil einer psychologischen Kriegsführung verurteilt.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.