Hoffnung für Wikileaks-Gründer

Assange: Wird sein Haftbefehl aufgehoben?

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 Stockholm - Ein schwedisches Gericht hat für den 16. Juli zu einer Anhörung über eine mögliche Aufhebung des Haftbefehls gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange geladen.

Damit bestätigten Vertreter des Stockholmer Gerichts am Freitag einen Bericht der Tageszeitung „Expressen“. Zuvor hatten die schwedischen Anwälte Assanges die Aufhebung des schwedischen Haftbefehls aus dem November 2010 gefordert. Die Schweden wollen Assange, der seit zwei Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London festsitzt, zu Vorwürfen sexueller Vergehen an zwei Frauen im August 2010 befragen.

Julian Assange und Wikileaks - eine Chronologie

Julian Assange und Wikileaks - eine Chronologie
Juli 2010: Wikileaks veröffentlicht etwa 90 000 zumeist geheime US-Dokumente über den Afghanistan-Krieg. Diese stammen von der Informantin und US-Soldatin Chelsea Manning, die damals noch Bradley Manning heißt. Sie nimmt später eine weibliche Identität an. © AFP
August 2010: Wegen des Verdachts der Vergewaltigung erlässt die Stockholmer Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den Australier Assange, hebt ihn aber wenige Stunden später wieder auf. © dpa-mzv
Julian Assange und Wikileaks - eine Chronologie
Oktober 2010: Fast 400 000 Geheimdokumente zum Irak-Krieg landen bei Wikileaks. Im November bringen mehr als 250 000 vertrauliche Diplomatenberichte die US-Regierung in Schwierigkeiten. © dpa-mzv
Julian Assange und Wikileaks - eine Chronologie
Dezember 2010: Assange wird von der britischen Polizei in London wegen eines neuen Haftbefehls aus Schweden festgenommen. Nach einer Woche Untersuchungshaft kommt er gegen Kaution und unter Auflagen frei. Das Tauziehen um eine Auslieferung nach Schweden beginnt. © dpa
Julian Assange und Wikileaks - eine Chronologie
Februar 2011: Ein Londoner Gericht entscheidet für die Auslieferung. In Schweden soll Assange zu den Vorwürfen befragt werden, eine Anklage gibt es nicht. Assange, der eine Auslieferung an die USA befürchtet, geht in Berufung. © dpa
Julian Assange und Wikileaks - eine Chronologie
November 2011: Der britische High Court entscheidet, dass Assange an Schweden ausgeliefert werden darf. Der legt Einspruch ein. Der Einspruch scheitert. Am 19. Juni flieht er in die Botschaft von Ecuador in London und beantragt politisches Asyl. Sollte er die Botschaft verlassen, droht ihm die Festnahme. © dpa
Julian Assange und Wikileaks - eine Chronologie
August 2012: Ecuador gewährt Assange Asyl. Eine Drohung der Briten, sie könnten auch in die Botschaft eindringen und ihn festnehmen, führt zu diplomatischen Spannungen. © dpa
Juli 2013: Ein US-Militärgericht erklärt Wikileaks-Informantin Manning in 19 von 21 Anklagepunkten für schuldig: 35 Jahre Haft. © AFP
Julian Assange und Wikileaks - eine Chronologie
Oktober 2013: Ecuador will freies Geleit für Assange erreichen. Die Regierung schließt eine Klage vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag nach einem Medienbericht nicht aus. © dpa
Julian Assange und Wikileaks - eine Chronologie
November 2013: Die „Washington Post“ berichtet unter Berufung auf Regierungsbeamte, die USA würden Assange wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente nicht anklagen. Das Justizministerium sei zu dem Schluss gekommen, es müsse dann auch US-Medien ins Visier nehmen. Wikileaks bezweifelt die Darstellung. Foto: Assange in einer Videobotschaft von November 2013. © AFP

Der Australier bestreitet die Vorwürfe. Seine Anwälte werfen den schwedischen Behörden vor, den Fall nicht schnell genug bearbeitet zu haben. Der Wikileaks-Gründer war unter anderem auch in die Botschaft Ecuadors geflüchtet, weil er sowohl in Großbritannien wie auch in Schweden eine Auslieferung an die USA fürchtet. Die schwedische Staatsanwaltschaft lehnt eine Befragung in der Botschaft Ecuadors in London ab.

dpa

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