Aaron Levie gründete Netzspeicher „Box“

Jung, bescheiden, erfolgreich

Box-Gründer Aaron Levie (27). Foto: Stuart Isett/Fortune Brainstorm tech/cc by-nd 2.0/nh

Er ist Amerikaner, 27 Jahre jung und sehr erfolgreich: Aaron Levie, Chef des Online-Datenspeichers Box, der ausschließlich Firmenkunden hat. Box ist ein webbasiertes System, auf das Nutzer mit nahezu allen Gerätetypen und Betriebssystemen zugreifen können. Es ist so gut, dass unter anderem Autobauer Volkswagen und Konsumgüter-Konzern Procter & Gamble damit arbeiten.

Der charismatische, zugleich aber bescheiden wirkende junge Mann hat eine typische Karriere im kalifornischen Silicon Valley (Silikon-Tal), dem Mekka der US-Computerindustrie und Informationstechnologie, hinter sich. In einem kleinen Zimmer gründete er mit dem damals 19-jährigen Schulfreund Dylan Smith sein Unternehmen Box. Ein Jahr darauf warfen beide ihr Studium hin, um sich fortan ihrer Geschäftsidee zu widmen. Während Levie die Webseite programmierte, beschaffte Smith das Startkapital mit Online-Poker. Heute ist Smith Finanzchef von Box.

Über den Umsatz schweigen sich die beiden aus. Das Unternehmen schreibt laut Levie rote Zahlen - der hohen Investitionen wegen, wie die Jungunternehmer erklären. 600 Mitarbeiter verwalten die Daten, 14 Millionen Nutzer aus 140 000 Unternehmen bedienen sich mittlerweile des jungen Dienstes.

Box ist nach Enschätzung von Branchenkennern mittlerweile gut 900 Millionen Euro wert. Fast 200 Mio. Euro hat sich Box bei Risikokapitalgebern besorgt, unter anderem beim weltgrößten Firmen-Software-Hersteller SAP, der den Dienst der Kalifornier künftig für die Datenverwaltung mit mobilen Endgeräten anbieten will. Das dürfte Box einen gewaltigen Schub geben, meinen Experten.

Über einen Börsengang denkt Levie derweil noch nicht nach. Erst 2013 werde man sich mit dieser Möglichkeit beschäftigen, sagte der Firmengründer. Das Problem beim Börsengang sei, dass man sich dem Druck der Kurzfristigkeit beugen müsse und langfristige Ziele wie die internationale Expansion aus den Augen verliere, sagte er.

www.box.com.

Von José Pinto

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