Nach Lindner-Auftritt mit Joint

Julis-Vorsitzender Becker fordert Legalisierung von Cannabis

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Lasse Becker

Berlin/Kassel. Der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, Lasse Becker aus Schauenburg, fordert im Zuge der Diskussion über den Kiff-Auftritt seines Parteikollegen Martin Lindners eine offenere Drogenpolitik seiner eigenen Partei.

Konsumenten von weichen Drogen dürften nicht in einen illegalen Randbereich gedrängt werden, sagte Becker am Freitag in Berlin.

Linder könne mit seinem öffentlichen Selbstversuch beweisen, dass Marihuana keine Einstiegsdroge sei. „Wir machen uns jedenfalls keine Sorgen, dass er jetzt auf die schiefe Bahn gerät“, sagte der gebürtige Schauenburger.

Lindner hatte in der Tele 5-Sendung „Stuckrad-Barre“ vom Donnerstag einen Joint angeboten bekommen, daran gerochen und erst einmal Zweifel an der Echtheit geäußert. Dann zog er an ihm. Auf dapd-Anfrage erklärte Linder, wer zweifle, müsse schließlich auch testen. In der Sendung bestätigte Lindner die Echtheit des Joints.

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Becker forderte die Legalisierung weicher Drogen, da ihr Konsum längst auch in der Mitte der Gesellschaft üblich sei. Damit fiel er seiner Parteikollegin Mechthild Dyckmans in den Rücken, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung ist und Lindner am Donnerstag gerügt hatte.

Lindner habe als Abgeordneter eine besondere Verantwortung und Vorbildfunktion. „Eine Verharmlosung des Cannabiskonsums in der Öffentlichkeit sendet ein völlig falsches Signal aus“, sagte Dyckmans der dapd. Der Konsum von Marihuana sei „gesundheitlich eben nicht unbedenklich“.

Zur Person

Lasse Becker (29) ist seit 2010 Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen. Seit 2011 ist er Mitglied des FDP-Bundesvorstands.

Er wuchs in Schauenburg (Landkreis Kassel) auf. Er studierte Volkswirtschaftslehre in Göttingen. Kommunalpolitisch ist er seit dem Dezember 2009 Vorsitzender der FDP in Vellmar.

(dapd/bas)

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