Erzieher missbrauchte Internet-Bekanntschaften

Junge Opfer aus dem Netz

Holzminden. Er war in den Internet-Netzwerken Facebook, SchülerVZ und ICQ unterwegs und sprach gezielt Jungen an. Der 38-jährige Erzieher aus dem Raum Hannover, der bereits am Karfreitag in seiner Wohnung festgenommen wurde und seither in Untersuchungshaft sitzt, wollte aber nicht nur Kontakt im Netz. Nachdem er seinen jungen Chatpartnern Geschenke in Aussicht gestellt hatte, darunter Handys und Geld, verabredete sich der Mann mit den Kinder und Heranwachsenden und lockte sie in sein Auto. Auf Parkplätzen oder in der freien Natur im Kreis Holzminden verging er sich dann an den arglosen, erst 13 und 14 Jahre alten Opfern.

Es sei zu „schweren sexuellen Missbrauchshandlungen“ gekommen, sagte Staatsanwältin Christina Pannek gestern in Hildesheim. Auf die Spur kamen die Ermittler dem Mann, der offensichtlich den Jugendjargon beherrscht, durch eine aufmerksame Zeugin. Ihr war das Auto mit dem Täter und den Kindern darin verdächtig vorgekommen.

Bei der Staatsanwaltschaft schließt man nicht aus, dass in der Region weitere Kinder und Jugendliche Opfer des Mannes geworden sind. „Jetzt, wo der Tatverdächtige festgenommen worden ist, überwinden vielleicht weitere Opfer ihre Angst und schildern ihre Erlebnisse“, erklärte Martina Stülzebach vom Polizeikommissariat Holzminden.

Sie rät Eltern, sich im Verdachtsfall beraten zu lassen und Anzeige zu erstatten. In jedem Fall sollten die Erwachsenen mit den Kindern über die Gefahren beim Chatten sprechen. (ket)

Kontakt zur Staatsanwaltschaft Hildesheim unter der Telefonnummer 05121/968-546.

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