Soldatin in Kaserne vergewaltigt und in Spind gesperrt

Eine junge Soldatin ist in einer Kaserne in Bückeburg (Kreis Schaumburg) offenbar vergewaltigt worden. Sprecher der Staatsanwaltschaft und der Bundeswehr bestätigten am Donnerstag entsprechende Ermittlungen, nannten aber keine Details.

Die junge Frau werde psychologisch betreut, sagte Oberstleutnant Andreas Kühn vom Heeresamt in Köln: "Derzeit können wir nur sagen, dass ein derartiger Vorfall dort stattgefunden hat und der zuständigen Staatsanwaltschaft übergeben worden ist."

Die Staatsanwaltschaft in Bückeburg bestätigte, Ermittlungen wegen einer Sexualstraftat aufgenommen zu haben. Mehrere Staatsanwälte und eine speziell eingerichtete Ermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Nienburg ermitteln in dem Fall. Details könne er nicht nennen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Klaus-Jochen Schmidt. "Aus ermittlungstaktischen Gründen muss ich da sehr vorsichtig sein."

Medien hatten berichtet, dass sich das Verbrechen bereits am Sonntagabend in der Zeit zwischen 18.30 und 19.30 Uhr ereignet hatte. Der Täter soll sich den Berichten zufolge an der jungen Frau vergangen und sie anschließend geknebelt und gefesselt in einen Spind eingeschlossen haben. Er habe ihr auch ein Handy dazu gelegt, damit sie Hilfe rufen konnte. Ob sie sich selbst die Fesseln abnehmen konnte, war unklar.

Der Vorfall werde auch vom Wehrbeauftragten verfolgt, sagte dessen Sprecher Sebastian Hille. Es gebe kaum sexuelle Übergriffe in der Truppe, sagte er. "Glücklicherweise sind solche Fälle absolute Einzelfälle", betonte er. (dpa)

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