Kämpfe im Südsudan: 300 000 ohne Nahrung und Medizin

+
Flüchtlinge im Südsudan. Blutige Auseinandersetzungne treiben in dem Land Tausende Menschen in die Flucht. Foto: Kate Holt / Unicef Handout/Archiv

Juba (dpa) - Wegen andauernder Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen im südsudanesischen Bundesstaat Unity hat sich die Lage der Bevölkerung dramatisch verschlechtert.

Mehr als 300 000 Menschen, die dringend Nahrungshilfe und medizinische Versorgung benötigten, seien von allen Hilfsoperationen abgeschnitten, teilte der UN-Verantwortliche für den Krisenstaat, Toby Lanzer, mit. Die Gewalt behindere die Bauern auch dabei, Getreide zu säen, hieß es in einer Mitteilung. Dies könnte eine Hungersnot in der Region zur Folge haben.

Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen (MSF) und das Rote Kreuz hatten am Wochenende angekündigt, ihre internationalen Mitarbeiter aus dem wegen seiner reichen Ölvorkommen begehrten Gebiet abzuziehen. Sie befürchteten einen bevorstehenden Angriff auf die Stadt Leer.

"Wir können nicht einfach tatenlos zusehen, wie Zivilisten und Gesundheitspersonal erneut attackiert werden", teilte MSF mit. "Alle beteiligten Parteien müssen sofort dafür sorgen, dass humanitäre Helfer, ihre Einrichtungen und Fahrzeuge nicht zur Zielscheibe der Kämpfe werden."

Der erst 2011 unabhängig gewordene Südsudan versinkt seit Dezember 2013 im Chaos. Damals war ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Vize Riek Machar eskaliert. Auch langwierige Friedensgespräche in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba konnten die blutige Gewalt bisher nicht stoppen.  

Mitteilung UN

Mitteilung MSF

Mitteilung Rotes Kreuz

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.